Heuschnupfen ade – Allergien richtig bekämpfen

21.03.2016 |  Von  |  Gesundheit
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Heuschnupfen ade – Allergien richtig bekämpfen
5 (100%)
2 Bewertung(en)

Allergische Reaktionen können von so gut wie allem ausgelöst werden. Unsere Umwelt ist voll von Allergenen wie Nahrungsmitteln, Pflanzenpollen, Hausstaubmilben und chemischen Stoffen.

Kommen Allergiker mit diesen Substanzen in Kontakt, treten einige typische Symptome auf: Die Augen jucken, die Nase ist rot und läuft, manche Menschen haben zusätzlich Nebenhöhlen- oder Atemprobleme sowie Asthma.

Im Körper finden dabei verschiedenste Reaktionen statt, Hauptdarsteller dabei: Histamin. Wir erklären, wie der Botenstoff der Botenstoff im Körper wirkt und was Allergiesymptome lindern kann.

Was Histamin im Körper macht

Das Gewebshormon Histamin ist eine natürliche Verbindung, die in den Schleimhautzellen, in den Bronchien und im Magen-Darm-Trakt vorkommt. Als einer von mehreren Botenstoffen spielt es eine zentrale Rolle bei der Entzündungsreaktion und der Abwehr körperfremder Stoffe. Freigesetztes Histamin hat einen starken Einfluss auf den menschlichen Körper und führt zur Entwicklung einer lokalen Entzündung. Histamin beeinflusst u. a.:

  • die Sekretion und Motilität des Magen-Darm-Trakts
  • den Schlaf-Wach-Rhythmus
  • den Blutdruck
  • die Gefässpermeabilität
  • die Sekretion von Schleim

Pollenflug: Es geht wieder los

Schon Anfang Februar nehmen Pollenallergiker erste Symptome wahr. Hasel- und Erlenblüten fliegen bei milden Temperaturen sogar schon im Januar. Antihistaminika, Nasensprays und die Behandlung mit Kortison zählen zu den häufigsten Therapiemöglichkeiten des Heuschnupfens. Viele Patienten setzen jedoch auf homöopathische Arzneimittel zur Linderung ihrer Beschwerden. Sie regulieren die Immunreaktion und führen zu einer Linderung der Symptome. Auch von einer Hyposensibilisierung versprechen sich viele Betroffene eine Besserung ihrer Leiden. Als sog. spezifische Immuntherapie (SIT) gewöhnt sie den Körper nach und nach mit zunehmender Dosis an die allergieauslösende Substanz. Der Erfolg der Therapie gilt jedoch als umstritten.



Diese 8 Substanzen helfen bei Allergieschüben

  • Quercetin

Der Pflanzenfarbstoff kommt in Zitrusfrüchten, Zwiebeln, schwarzem Tee, Äpfeln und Salat vor. Er hemmt die Freisetzung von Histamin und kann damit Symptome des Heuschnupfens lindern. In Studien konnte seine Wirksamkeit nachgewiesen werden.

  • Bromelain

Das aus Ananas gewonnene Enzym kann das Niveau von proinflammatorischen Prostaglandinen verringern, welche die Schlüsselfaktoren für Schwellungen, Juckreiz und Rötungen bilden. Gleichzeitig erhöht es die Absorption von Quercetin, daher kommen beide Bestandteile oftmals in einem Präparat vor.

  • Vitamin C

Auch Vitamin C kann inflammatorische Substanzen auf ihrem Weg durch den Körper ausbremsen. So konnte in einer Studie das Histaminniveau nachweislich um -40 % gesenkt werden, nachdem man den Testpersonen täglich 2 g Vitamin C verabreicht hatte.

  • Pestwurz

Auch die krautige Pflanze (lat. Petasites hybridus) aus der Familie der Korbblütler kann zur Linderung von Symptomen des Heuschnupfens beitragen. Dabei ist sie Studien zufolge genauso wirksam wie Antihistaminika, jedoch ohne deren Müdigkeit verursachende Nebenwirkung.


Pestwurz kann zur Linderung von Symptomen des Heuschnupfens beitragen. (Bild: Jojoo64 – Shutterstock.com)

Pestwurz kann zur Linderung von Symptomen des Heuschnupfens beitragen. (Bild: Jojoo64 – Shutterstock.com)


  • Konjugierte Linolsäure (CLA)

Sie hat sich vielmehr im Zusammenhang der Gewichtsreduktion einen Namen gemacht, doch in der Vergangenheit deutete sich ihr Potenzial auch bei der Behandlung einer allergischen Rhinitis an. In einer Studie mit 40 Teilnehmern, die allergisch auf Birkenpollen reagierten, berichteten die Personen, denen 2 g CLA am Tag verabreicht wurden, von einer Besserung ihrer Symptome und einem gesteigerten Allgemeinbefinden.

  • Brennnessel

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass der Extrakt der Brennnessel proinflammatorische Faktoren, die Heuschnupfen verursachen können, hemmen kann. In einer Studie mit 58 Probanden gab die Hälfte der Teilnehmer an, dass sie eine Linderung ihrer Symptome erfahren haben.

  • Grüner Tee

Die im grünen Tee enthaltenen Catechine weisen ebenfalls eine anti-allergische Wirkung auf. Von allen Grünteesorten besitzt Benifuuki den grössten Anteil an speziellen Bitterstoffen. Er kann bei Allergien, Heuschnupfen oder Neurodermitis unterstützend wirken.

  • Probiotika

Als Probiotika wird eine Zubereitung bezeichnet, die lebensfähige Mikroorganismen wie etwa Milchsäurebakterien enthält. Die tägliche Dosis „gesunder Bakterien“ liefert beispielsweise Joghurt. Untersuchungen haben nachgewiesen, dass Probiotika in der Lage sind, die Immunantwort auf Gräserpollen umzuprogrammieren und dadurch zur Reduzierung der Symptome bei Heuschnupfen beitragen können.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © wavebreakmedia – Shutterstock.com

Über Agentur belmedia

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!


Ihr Kommentar zu:

Heuschnupfen ade – Allergien richtig bekämpfen

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.