Herbstzeit – Lesezeit

17.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Herbstzeit – Lesezeit
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Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht – der Sommer hat die Schweiz in diesem Jahr vergessen. Glaubten wir im Juli noch, die heissen Tage kämen im August, so ist jetzt endgültig klar: Es ist Herbst!

Statt auf das schlechte Wetter zu schimpfen, sollten Sie das Beste daraus machen. Der Herbst eignet sich perfekt, um in die Welt der Bücher abzutauchen. Wer weiss, vielleicht entdecken Sie dort ja einen exotischen Strand? Hier kommen ein paar Tipps, wie Lesen zum besonderen Wohlfühlerlebnis wird.



Meine Couch ist meine Insel

Wenn der Regen an die Fensterscheiben trommelt und der Wind ums Haus pfeift, gibt es kaum etwas Gemütlicheres als das eigene Sofa. Dazu eine Ovo oder eine heisse Schoggi, Kuschelkissen und ein gutes Buch. Mehr braucht es nicht zum Glücklichsein. Das Buch nimmt Sie mit auf eine wundervolle Reise, von der Sie mit neuen Eindrücken wohlig entspannt zurückkehren werden.

Welches Buch soll ich lesen?

Wahrscheinlich gibt es ein oder zwei Genres oder bestimmte Schriftsteller, die Ihnen besonders gefallen. Lassen Sie sich einfach von Ihrem Gefühl leiten. Es gibt Tage, da verlangt es uns nach spannender Lektüre wie Krimi oder Thriller. Und manchmal muss es einfach etwas Leichtes, Unterhaltsames sein wie Chick-Lit. Wenn das eigene Bücherregal bereits »leergelesen« ist, borgen Sie sich ein gutes Buch von der Freundin oder aus der öffentlichen Bibliothek. Statten Sie der kleinen Buchhandlung an der Ecke einen Besuch ab. Man wird Sie gern beraten und Ihnen Empfehlungen geben, die Ihren Lese-Geschmack treffen. Oder Sie stöbern in einem Antiquariat nach alten Büchern, die längst nicht mehr aufgelegt werden. Vielleicht entdecken Sie dort einen literarischen Schatz? Auf jeden Fall wird die Atmosphäre Sie verzaubern, das Rascheln der alten Buchseiten, der typische Geruch. Wussten Sie, dass viele Brockistuben ebenfalls gebrauchte Bücher anbieten? Manchmal sogar nach Gewicht, für einen Franken pro Kilogramm!



Vorlesen – ein doppeltes Vergnügen

Wann haben Sie das letzte Mal jemandem vorgelesen? Wenn Sie kleine Kinder haben, ist das wahrscheinlich noch gar nicht so lange her. Warum teilen Sie das Vergnügen des Vorlesens nicht zur Abwechslung mit Ihrer besten Freundin, Ihrem Freund oder Ihrem Ehemann? Entweder liest der eine, und der andere hört zu. Oder Sie lesen abwechselnd mit verteilten Rollen. Ein bestens geeignetes Buch für diesen Spass ist zum Beispiel »Szenen einer Ehe« von Loriot, das komplett aus witzigen Dialogen zwischen IHM und IHR besteht.



Öffentliche Lesungen – Autoren zum »Anfassen«

Wenn der Sommer vorbei ist, beginnt wieder die Zeit der öffentlichen Lesungen. Sicherlich liest irgendwann auch ein Schriftsteller in Ihrer Nähe. Die Termine werden meist von den Gemeindeverwaltungen, Buchhandlungen oder Kulturvereinen organisiert und bekanntgegeben. Es ist gar nicht so wichtig, dass der lesende Autor sehr berühmt ist. Auch Newcomer können charmant lesen und nebenbei interessante Einblicke in das Schriftstellerleben geben. Sie haben die Chance, ein für Sie persönlich signiertes Buch zu erwerben und werden dieses Werk garantiert mit anderen Augen lesen.

Der Herbst ist die ideale Lesezeit. Wenn ein gutes Buch die Phantasie mit auf die Reise nimmt, entspannen Körper und Geist. (Bild: UbjsP / Shutterstock.com)

Der Herbst ist die ideale Lesezeit. Wenn ein gutes Buch die Phantasie mit auf die Reise nimmt, entspannen Körper und Geist. (Bild: UbjsP / Shutterstock.com)

Lesen für Fortgeschrittene



Es gibt Bücher, die sind zu schade, um nach einmaligem Lesen im Regal zu verstauben. Lassen Sie sie reisen! Wenn Ihnen ein Buch gefallen hat, überlegen Sie, wer gern Ähnliches liest und geben das Buch weiter. So bereiten Sie jemandem eine Freude und müssen nicht jedes Jahr Ihr Bücherregal erweitern. Die Steigerung des einfachen Weitergebens ist das Wanderbuch. Haben Sie als Kind gelernt, dass Bücher pfleglich zu behandeln sind und man auf keinen Fall hinein malen oder schreiben darf? Dann sollten Sie diesen Teil Ihrer guten Erziehung ganz schnell wieder vergessen. In einem Wanderbuch dürfen und sollen Sie sich verewigen. Erlaubt ist alles, was Ihnen zu der Geschichte oder dem Autor einfällt. Schreiben Sie einen wichtigen Gedanken in die leere Fläche am Kapitelende. Malen Sie einen Smiley neben die Zeilen, die Ihnen besonders gut gefallen. Nutzen Sie die leeren Seiten vorn und hinten im Buch für eine Botschaft an die nächsten Leser. Es gab schon Leserinnen, die Teile des Covers mit Stickerei verziert haben – Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Je mehr Leser das Buch findet, umso interessanter wird sein Wanderleben.

Erinnern Sie sich noch an die Bücher Ihrer Kindheit? Lesen Sie »Tom Sawyer« oder »Robinson Crusoe« noch einmal. Sie werden erstaunt sein, wie die Geschichten Sie heute ganz neu und auf andere Art gefangen nehmen.

Was, wenn Sie ein Buch begonnen haben und merken, dass es Ihnen gar nicht liegt? Dann tun Sie sich bitte selbst einen Gefallen, legen es beiseite und lesen ein anderes Buch. Lesen soll entspannen, Stress abbauen, verzaubern, Freude bereiten. Lesen ist wie Verreisen. Reisen Sie an Orte, die Ihnen gefallen, denn: »Das Leben ist zu kurz, um schlechte Bücher zu lesen.«




 

Lesen-Photobac-Shutterstock.com


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