Heisshunger auf Süsses und Salziges?

28.01.2016 |  Von  |  Ernährung, Gesundheit
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Heisshunger auf Süsses und Salziges?
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Zu einem gemütlichen Fernsehabend gehört einfach eine Tüte Chips, eine Tafel Schokolade oder die Packung mit Keksen. Das Problem: Hat man erst mal damit angefangen, kann man kaum noch aufhören. Man will immer mehr.

Doch wer zu häufig sündigt, bei dem schlagen sich die überzähligen Kalorien schnell auf der Waage nieder. Damit erst gar kein Heisshunger aufkommt, sollte man diese zwölf Tipps beherzigen.

Mahlzeiten in gleichmässigen Abständen

Es klingt so einfach, ist aber für einige nur schwer umsetzbar: Der Grund für Heisshungerattacken liegt oftmals darin, dass Menschen nicht regelmässig essen. Für sie empfiehlt es sich, statt drei grosser besser fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten in einem Abstand von etwa drei bis vier Stunden zu sich zu nehmen. So bleibt der Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau und Heisshungerattacken treten gar nicht erst auf.

Das seelische Gleichgewicht halten

Wer kennt sie nicht, die Momente, in denen Süssigkeiten zum Seelentröster werden? Dieses Verhalten sollte jedoch die Ausnahme bleiben und nicht zur Gewohnheit werden. Leider ist Essen nicht selten mit Emotionen verbunden. Oft essen Menschen aus Einsamkeit, Stress, Frust, Langeweile o. Ä. Dabei spielt der Botenstoff Cortisol eine zentrale Rolle, denn er blockiert die Insulinwirkung. Experten sprechen sogar davon, dass eine der häufigsten Ursachen für Übergewicht emotionales Essen ist. Es entsteht ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist.


Wer kennt sie nicht, die Momente, in denen Schokolade zum Seelentröster werden? (Bild: © aastock - shutterstock.com)

Wer kennt sie nicht, die Momente, in denen Schokolade zum Seelentröster werden? (Bild: © aastock – shutterstock.com)


Ausreichend schlafen

Zwar nehmen wir nachts um die zwölf Stunden keine Nahrung zu uns, doch auch in der Nacht ist der Energieverbrauch fast so gross wie am Tag. Im Schlaf produziert der Körper das appetithemmende Hormon Leptin. Wird die Nachtruhe allerdings unterbrochen, übernimmt sein Gegenspieler das Kommando: Ghrelin verstärkt das Hungergefühl und regt den Appetit an. Um das zu vermeiden, sollten wir täglich ca. 7,5 Stunden schlafen.

Der bessere Snack für zwischendurch

Nicht nur zuhause vor dem Fernseher, sondern auch während der Arbeit greifen wir gerne mal zu einem Snack. Doch oft handelt es sich bei der Nervennahrung um kalorienreiche Zwischenmahlzeiten mit zumeist schlechten Nährwerten. Befinden sich Versuchungen in Reichweite, ist es besonders schwer, diesen zu widerstehen. Statt einer Tüte Schokodrops sind zum Beispiel Mandeln der bessere Snack für zwischendurch. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren und enthalten neben Magnesium und Kalzium auch einen hohen Anteil an den Vitaminen B1, B2 und E. Mit 19 % hochwertigem Eiweiss lassen sie Heisshunger erst gar nicht aufkommen.

Kalorienarmes bevorzugen

Joghurt ist eine hervorragende Eiweissquelle, die schnell und lang anhaltend sättigt. Mit etwa 90 kcal pro Becher ist er zudem arm an Kalorien.

Bewegung tut gut

Viele von uns greifen oft aus Langeweile zu ungesunden Snacks, die das Kalorienkonto unnötig belasten. Gewichtsverlust resultiert letzten Endes aus einem Kaloriendefizit. Eine sinnvolle Beschäftigung bei aufkommender Langeweile ist daher leichter Sport wie Walken oder Radfahren. Das lenkt nicht nur ab, sondern tut auch der Figur gut.


Eine sinnvolle Beschäftigung bei aufkommender Langeweile ist leichter Sport wie Walken oder Radfahren. (Bild: © Dudarev Mikhail - shutterstock.com)

Eine sinnvolle Beschäftigung bei aufkommender Langeweile ist leichter Sport wie Walken oder Radfahren. (Bild: © Dudarev Mikhail – shutterstock.com)


Achtsam essen

Wer eine Mahlzeit zu sich nimmt, sollte sich nur darauf konzentrieren. TV und PC haben in diesem Augenblick Sendepause, da man bei gleichzeitigem Fernsehen oder Vor-dem-Computer-Sitzen das Sättigungsgefühl nicht mehr rechtzeitig wahrnimmt. Das führt dazu, dass wir mehr essen, als wir müssen.

Nährstoffmangel ausgleichen

Ohne es zu wissen, leiden viele Menschen unter einem Nährstoffmangel. Defizite dieser Art können oftmals Jahre unentdeckt bleiben und u. a. auch Heisshungeranfälle auslösen. Magnesium und Zink beispielsweise beeinflussen jedoch den Blutzuckerspiegel, indem sie die Blutfettwerte senken. So hilft beispielsweise Magnesium in Stresssituationen gegen die Lust auf Süssigkeiten.

Pfefferminzgeschmack hilft

Studien haben gezeigt, dass ein frischer Pfefferminzgeschmack nach dem Zähneputzen das Verlangen nach Süssem reduzieren kann. Es ist daher sinnvoll, sich bereits kurz nach der letzten Mahlzeit des Tages die Zähne zu putzen, um den spätabendlichen Snack zu umgehen. Unterwegs ersetzen Kaugummis das Zähneputzen.



Das zügelt den Appetit

Hülsenfrüchte: Kichererbsen, Linsen, Bohnen und ihre Verwandten mit hohem Gehalt an Eiweiss sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. In Kombination mit komplexen Kohlenhydraten und gesunden Fetten sind sie die perfekten Zutaten für einen stabilen Blutzuckerspiegel.

Wasser und ungesüsster Tee: Hunger wird oft mit Appetit verwechselt und verschwindet oft nach einem Glas Wasser oder ungesüsstem Tee. Über den Tag verteilt getrunken füllen sie den Magen völlig kalorienfrei.

Eier: Eier eignen sich perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch, denn sie sind eine hervorragende Eiweissquelle und sättigen über einen längeren Zeitraum.
Artikel von: medicalpress.de

 

Artikelbild: © PathDoc – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.


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