Heilkraft des Moores erlebt Renaissance

22.09.2015 |  Von  |  Gesundheit, Wellness
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Heilkraft des Moores erlebt Renaissance
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Das Moor gilt seit jeher in der Literatur als geheimnisvoller Ort und beflügelte die Phantasie vieler berühmter Autoren. In ihrem Gedicht „Der Knabe im Moor“ lässt es Annette Droste-Hülshoff „singen und zischen“, Georg Trakl schildert, wie es „leise flüstert“. 

Dabei hat der mystische Ort auch eine ganz andere Seite: Bereits seit der Antike nutzen die Menschen die mehr als 10’000 Jahre alten „schwarzen Daunen“ als Quelle für Wohlbefinden und Gesundheit. Moore sind feuchte Gebiete, in denen sich Pflanzenreste ablagern, die – durch die feuchte Umgebung – nicht vollständig abgebaut werden und so im Laufe von tausenden Jahren Torf entstehen lassen.

Moor hilft bei vielen Volkskrankheiten unserer Zeit, insbesondere bei Rheuma, Osteoporose, Beschwerden mit Gelenken und der Wirbelsäule. Das Geheimnis des Moors liegt vor allem darin, dass es über einen langen Zeitraum Wärme an den Körper abgeben kann.

Die dadurch entstehende Tiefenwärme hilft, Beschwerden zu lindern. Es entsteht bei einem etwa 15 Minuten langen Vollbad im Moor bis zu siebenmal so viel Wärme wie bei einem Wasserbad. Verschiedene Stoffe im Moor können in Kombination mit der Wärme dazu beitragen, Entzündungen zu lindern, Körper und Seele zu beruhigen und die Durchblutung zu fördern.

Moor-Meister stechen die „schwarzen Daunen“

Moor kann nicht künstlich gewonnen werden, sondern muss über 15’000 Jahre hinweg natürlich wachsen. Im bayerischen Traditionskurort Bad Gögging kümmern sich eigene Moor-Meister um die Gewinnung der Jahrtausende alten „schwarzen Daunen“. In dem einst von den Römern entdeckten Thermalbad rund eine Autostunde nördlich von München und eine halbe Autostunde südlich von Regensburg gelegen, kommt die „mystische Medizin“ von einer Moorwiese, die etwa so gross ist wie 20 Fussballfelder.



Über eine 900 Meter lange Pipeline gelangt die braune, zähflüssige Masse in die Therme, wo es dann mit wohlig-warmen 42 Grad direkt aus dem „Moorhahn“ in die Badewannen fliesst. Packungsmoor, das für Anwendung auf einzelnen Körperpartien dient, liefert Moor-Meister Kiermeier mit einem Spezialfahrzeug in die Therme. Es wäre zu dickflüssig für die Pipeline. 15 Minuten dauert ein Vollbad im Moor. Der grosse Vorteil der „schwarzen Daunen“ von den eigenen Wiesen sei die Frische: „Alle Inhaltsstoffe bleiben so erhalten und deshalb ist der Effekt so langfristig“, erklärt Diplom-Physiotherapeut Harald Tröger, der in der Bad Gögginger Limes-Therme seit Jahren für die Behandlungen mit dem heimischen Moor zuständig ist.

 

Artikel von: bad-goegging.de
Oberstes Bild: © Olha Rohulya – shutterstock.com


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