Granatapfel – eine paradiesische Frucht

17.05.2015 |  Von  |  Ernährung
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Granatapfel – eine paradiesische Frucht
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Der Granatapfel ist wunderbar gesund – die essbaren Kerne aus der paradiesischen Frucht herauszulösen entpuppt sich jedoch als echte Herausforderung. Wissenswertes rund um den exotischen Apfel und Tipps, wie Du die Kerne am besten entfernst, findest Du hier:

Einfach reinbeissen, das funktioniert bei einem Granatapfel nicht, denn lediglich die rot glänzenden Kerne sind geniessbar. Leider ist der Saft der Kerne sehr farbintensiv, und wer schon einmal seine Kleidung oder die Küche mit dem Saft bekleckert hat, weiss um die fatale Wirkung.

So öffnest Du den Granatapfel am besten

Wie lässt sich der Granatapfel also am besten öffnen? Am einfachsten ist es, den Apfel in der Mitte zu halbieren. Nun legst Du die Hälften einfach in eine Schale mit Wasser, so dass die Frucht vollständig mit Wasser bedeckt ist. Unter Wasser kannst Du die Kerne leicht herauslösen, ohne dass Saft verspritzt wird. Willst Du mit dem Granatapfel einen Smoothie zubereiten, drückst Du den Saft des Apfels einfach auf einer Zitruspresse aus der Frucht. So musst Du Dir gar nicht erst die Mühe machen, die Kerne zu entfernen.


Einen Granatapfel zu schälen, entpuppt sich als echte Herausforderung. (Bild: leventina / Shutterstock.com)

Einen Granatapfel zu schälen, entpuppt sich als echte Herausforderung. (Bild: leventina / Shutterstock.com)


Hintergründe zum Granatapfel

Schon in der Antike galt der Granatapfel als Symbol für Fruchtbarkeit. Häufig wird er auch als Frucht der Götter bezeichnet. In einer bekannten Sage der griechischen Mythologie, dem Urteil des Paris, streiten die drei Göttinnen Athene, Aphrodite und Hera um einen Apfel mit der Aufschrift „Der Schönsten“. Der trojanische Jüngling Paris entscheidet den Streit, indem er Aphrodite den Granatapfel überreicht, da sie ihm die Liebe der schönsten Frau der Welt verspricht. Auch in der Bibel und im Koran wird der Apfel erwähnt.

Der Granatapfelbaum stammt ursprünglich aus dem südwestlichen Asien und wird etwa acht Meter hoch. Heute kommen die Granatäpfel, die wir im Supermarkt kaufen, vor allem aus Spanien, der Türkei und Israel. In Spanien gibt es rund um Granada grosse Anbaugebiete, die Ortsbezeichnung Granada leitet sich sogar vom Namen der Frucht ab. Vor allem in den Monaten zwischen August und Dezember bereichert der Apfel unseren Speiseplan. Wie viele Kerne der Granatapfel wirklich hat, darüber scheiden sich die Geister. Wikipedia zufolge hat er 613 Kerne, genauso viele, wie das Alte Testament Gesetze enthält. Die Anzahl der Kerne wird sogar in einigen Foren im Internet diskutiert. Wenn Du es genau wissen willst, zähl einfach nach!

Wann ist der Granatapfel richtig reif?

Wichtig ist, dass die Frucht beim Verzehr richtig reif ist, sonst können die Kerne schnell bitter schmecken und der Aufwand des Herauslösens hat sich kaum gelohnt. Es gibt Granatäpfel, die nicht rot werden; sie sollten beim Verzehr sattgelb sein. Eine rotfärbende Sorte sollte beim Öffnen eine tiefrote Färbung zeigen. Auch wenn die Schale aussen bereits leicht verschrumpelt aussieht, sind die Kerne im Inneren noch geniessbar.

Kochen und Dekorieren mit Granatapfelkernen

Die Granatapfelkerne eignen sich hervorragend zum Dekorieren von Süssspeisen, Eis oder Salaten. Aber auch in Smoothies oder Säften schmecken die glänzenden Kerne sehr aromatisch. Der bekannte Grenadine-Sirup, Bestandteil zahlreicher Cocktails, wird aus Granatapfel hergestellt. Wenn Du den Sirup selbst herstellen willst, musst Du die Kerne mit etwas Zucker einkochen lassen, bis der dickflüssige Sirup entstanden ist. Sehr lecker wird es, wenn Du ein Sorbet aus Granatapfel herstellst. Gut geeignet sind die Kerne auch zum Abschmecken von Fleisch- oder Fischgerichten.

Darum ist der Granatapfel so gesund

Dem Granatapfel werden zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben. Vitamine und Mineralstoffe machen die Powerfrucht so gesund. Der Apfel enthält Vitamin C, E, Beta-Karotin, Zink und Selen. So soll die Frucht nicht nur zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen, sondern auch den Blutzuckerspiegel stabilisieren und Diabetes vorbeugen. Auf das gesamte Herz-Kreislauf-System soll der Granatapfel positiv wirken und das Schlaganfallrisiko senken. Die Bitterstoffe sollen angeblich bei Verdauungsproblemen helfen.

Eine US-Studie bestätigt, dass Granatapfelsaft mehr Polyphenole als Rotwein oder Traubensaft enthält. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper als Antioxidantien wirken und vor freien Radikalen schützen. Den Stoffen wird eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper bescheinigt.

Im Handel gibt es Granatapfelkapseln als Nahrungsergänzungsmittel. Die Qualität dieser Kapseln ist sehr unterschiedlich einzuschätzen, und ob es wirklich besser ist, die Kerne nicht frisch, sondern in Form von Kapseln zu verzehren, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn Du auf die positive Wirkung der Nahrungsergänzungsmittel setzen willst, solltest Du darauf achten, dass keine weiteren künstlichen Aromastoffe enthalten sind.



Granatapfel in der Kosmetik

Nicht nur in der Küche wirken die Granatapfelkerne Wunder. Auch in Sachen Schönheit hat die paradiesische Frucht einiges zu bieten: Äusserlich angewendet, wirken Granatapfelbutter oder Granatapfelöl hautstraffend und sorgen für ein frisches und jugendliches Aussehen. Vor allem das Öl, das aus den Samen der Äpfel gewonnen hat, soll einen hervorragenden Anti-Aging-Effekt haben. Es enthält einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die bei regelmässiger Anwendung glättend und regenerierend wirken. Das Öl ist sehr fettig und zieht nur sehr langsam in die Haut ein. Idealerweise wendest Du das Öl in Verbindung mit einer Creme oder einem anderen Öl an. Im Kosmetikhandel erhältst Du zudem vielfältige Produkte, die auf dem Inhaltsstoff Granatapfel basieren.

Fazit: Der Granatapfel ist eine paradiesische Powerfrucht, um die sich viele Sagen und Geschichten ranken. Mit einfachen Tricks löst Du die Kerne aus der Frucht und stellst schmackhafte Smoothies und Speisen her. Ganz nebenbei sorgst Du dabei perfekt für Deine Gesundheit!

 

Oberstes Bild: © webwaffe / Shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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