Glyzerin: Gut oder böse?

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Glyzerin: Gut oder böse?
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Prima Feuchtigkeitsspender, überflüssiger Wirkstoff oder brutaler Regenwaldvernichter: Kaum eine kosmetische Zutat wird derart kontrovers diskutiert wie Glyzerin. Dabei spielt die Substanz sogar in der Naturkosmetik eine wichtige Rolle! Wird sie nun zu Recht an den Pranger gestellt oder ist die Kritik unberechtigt?

Kaum jemand weiss, was sich hinter dem Kosmetik-Bestandteil Glyzerin genau verbirgt. Wie und vor allem aus was wird es hergestellt? Woher stammt das Glyzerin, welches sich in diversen Handcremes und Conditionern befindet? Unser Bericht versucht, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, damit Sie sich anschliessend selbst eine Meinung über „gut oder schlecht“ bilden können.



Herkunft und Gewinnung von Glyzerin

Ganz klar: Olivenöl kommt aus Oliven, Calendula wird aus Ringelblumen gewonnen. Mit Glyzerin verhält es sich ein wenig anders: Die Substanz ist zwar Bestandteil vieler tierischer und pflanzlicher Fette, kommt jedoch in der Natur nicht isoliert vor. Es kann synthetisch aus Erdöl gewonnen werden, ist „Abfallprodukt“ bei der Herstellung von Bio-Diesel und ein Grossteil des in Kosmetika verwendeten Glyzerins stammt aus Palmöl. Das ist zwar prima für die Haut, jedoch schlecht für die Umwelt. Um Ölpalmen-Plantagen anzulegen, werden nämlich riesige Regenwaldgebiete abgeholzt, was sich bekanntermassen negativ auf das Weltklima auswirkt.

Wirkung von Glyzerin in Kosmetikprodukten

Unsere Haut bildet natürlicherweise Substanzen, um sich vor Austrocknung schützen. Dazu gehört neben Harnstoff auch Glyzerin. Bei rauer, rissiger Haut ist eindeutig zu wenig Glyzerin im Hautschutzmantel vorhanden. Welch ein Glück, dass es sich sehr einfach mithilfe von Kosmetik von aussen ersetzen lässt. Geschickte Rezepturen liefern zusätzlich noch jede Menge Wasser sowie pflegende pflanzliche Öle.

Ob Handcreme oder Pflegespülung: Verbraucher sollten bei sämtlichen Pflegeprodukten das Glyzerin lediglich als wirksamen Hilfsstoff werten. Zur alleinigen Pflege reicht er nicht aus! Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Begriffe, in denen der Wortbestandteil „-glyzerin“ auftaucht, sollten tunlichst nicht im oberen Drittel auftauchen.

BIO-Glyzerin schont Umwelt und Gewissen.

Die meisten Hersteller von Naturkosmetik verwenden zur Glyzerin-Gewinnung ausschliesslich Pflanzen aus kontrolliert-biologischer Landwirtschaft. Tote Tiere sind ebenso tabu wie Erdöl oder ÖKO-Sprit-Abfälle. Falls das Glyzerin aus Palmöl stammt, garantieren zertifizierte Bio-Kosmetik-Hersteller, dass diese Palmen in Öko-Anpflanzungen kultiviert werden. Die grössten Bio-Palmen-Anbaugebiete befinden sich übrigens in Südamerika. Für diese wurde garantiert kein Regenwald abgeholzt. Kunstdünger und Pestizide sind verboten und die Bauern erhalten fairen Lohn.



 

Oberstes Bild: © Natallia Reutava – Shutterstock.com

Über Kerstin Birke

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