Fünf Tipps für schnelle Vitalität

30.04.2014 |  Von  |  Allgemein, Ernährung, Fitness
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Sie fühlen sich ein wenig abgeschlagen und können sich nicht so richtig aufraffen, all die Dinge anzupacken, die eigentlich getan werden müssten? Ist Ihr Lieblingsort gerade die Couch und Ihre besten Freunde eine Kuscheldecke und ein Stapel DVDs? Wir alle kennen diese Phasen, in denen unsere Energielevel einfach bei null eingefroren sind. Manchmal ist das auch gut so: Unser Körper signalisiert uns, Pause zu machen, sich der Hektik zu entziehen und einfach mal nichts zu tun. Dann ist es wichtig, sich diesem Bedürfnis ganz bewusst hinzugeben.

Manchmal allerdings ist einfach keine Zeit für Auszeiten; dann hätten Sie gerne mehr Energie – weil wichtige Aufgaben auf Sie warten, weil Sie mit Familie und Freunden aktiv werden möchten oder einfach, weil Ihnen Ihre eigene Abgeschlagenheit auf die Nerven geht. Interessanterweise sind es oft ganz simple Tricks, mit denen Sie Vitalität in Ihr Leben zurückholen können. Wir haben fünf schnelle Helfer zusammengestellt, mit denen Sie sich unverzüglich wieder energiegeladen fühlen – von Erste-Hilfe-Strategien beim Nachmittagsdurchhänger bis zu langfristigeren Massnahmen.



Sollten Sie sich allerdings über einen längeren Zeitraum ohne erkennbaren Grund schlapp fühlen, ist ein grosses Blutbild empfehlenswert. Eisen-, Vitamin-D- oder Jodmangel können die einfachen Gründe sein.

1. Schnaufen Sie mal durch.

Sie haben gerade ein richtiges Tief und fühlen sich einfach erschöpft vom Tag? Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit, um Ihren Körper und Ihr Gehirn mit Sauerstoff „durchzuspülen“ und Ihren Stress wegzuatmen. Das Zauberwort heisst: Zwerchfellatmung. 20 tiefe Atemzüge durch den Bauch und Sie werden sich wie neugeboren fühlen.

Die meisten Menschen atmen zu flach und nutzen primär Ihren Brustkorb für die Sauerstoffzufuhr. So kann jedoch Ihr Energieversorgungssystem Nummer eins nur einen Bruchteil seines Potenzials erfüllen. Begeben Sie sich an die frische Luft. Stehen Sie aufrecht, den Blick bestenfalls in die Weite gerichtet. Atmen Sie so ein, dass Ihr Bauch sich sichtbar ausdehnt. Halten Sie den Atem für einen Moment. Atmen Sie so aus, dass Sie Ihr Zwerchfell gleichzeitig entspannen und Ihr Bauch dabei nach innen gezogen wird.



Diese sogenannte Diaphragmalatmung entspannt den Körper, senkt den Blutdruck, mindert die Ausschüttung von Stresshormonen und versorgt jede Zelle mit Sauerstoff. Nehmen Sie 20 dieser tiefen Atemzüge, wann immer Sie sich schlapp fühlen. Ein Tipp für Raucher: Wenn Sie Lust auf eine Zigarette verspüren, versuchen Sie es zuvor mit dieser Übung. Häufig ist das Bedürfnis nach der nächsten Zigarette danach wie „weggeatmet“.

2. Gönnen Sie sich einen Freudentanz.

Nichts pusht unsere Lebensfreude mehr, als zu tanzen. Das liegt an der Verknüpfung der Glückshormonausschüttung bei gleichzeitiger Bewegung und Aktivierung der Hirnareale, die für akustische Signale zuständig sind. Zehn Minuten reichen. Je rhythmischer die Musik, desto besser – aber hören Sie, was Ihnen gefällt. Tanzen hilft übrigens auch bei leichter depressiver Verstimmung!



Es bedarf anfangs vielleicht ein wenig Überwindung, aber da Ihnen niemand zuschaut, können Sie auch absolut nichts „falsch“ machen. Hier geht es nur darum, Ihr inneres Kind zu aktivieren, das Stress, Abgeschlagenheit und leere Batterien einfach nicht kennt.

3. Bauen Sie sich Snack-Tankstellen.

Oft liegt ein Durchhänger im wahrsten Wortsinne daran, dass Ihre Reserven verbraucht sind: Ihr Körper hat einfach keine Glykose mehr, auf die er zugreifen könnte. Ihr Gehirn verbraucht nämlich nicht nur fast ein Viertel der gesamten Energie Ihres Organismus. Es reguliert auch die Energieverteilung in den Rest des Körpers. Dabei ist es recht selbstsüchtig: Erst wenn es selbst versorgt ist, bekommen die anderen Organe die Ration, die sie benötigen.

Vielleicht neigen Sie wie viele Menschen dazu, in Zeiten erhöhter mentaler Beanspruchung gleichzeitig weniger, unregelmässiger und unbewusster zu essen. Das führt, wie oben beschrieben, doppelt schnell zu einer Unterversorgung des Körpers mit Vitalstoffen.



Dieses Paradox lösen Sie auf, indem Sie stets gesunde, Energie spendende Snacks bereitstehen haben, auf die Sie schnell zugreifen können und die keiner Vorbereitungszeit bedürfen. Nussmischungen, Trockenfrüchte, Avocados, Bananen, Vollkorncracker oder Smoothies sind bestens geeignet, um Sie überraschend rasch aus einem Tief zu holen.

Machen Sie eine Kaffee- oder Teepause. (Bild: noppharat / Shutterstock.com)

Machen Sie eine Kaffee- oder Teepause. (Bild: noppharat / Shutterstock.com)

4. Machen Sie eine Kaffeepause.

Diese Worte hören Sie gerne, denn Kaffee ist in vielen Fällen das einzige, was noch als Powerspritze wirkt? Dann ist es tatsächlich höchste Zeit, eine Kaffeepause einzulegen. Denn Koffein schwächt auf Dauer Ihren Organismus. Versuchen Sie einfach, 14 Tage lang Kaffee tagsüber durch grünen Tee zu ersetzen und morgens statt der gewohnten Tasse warmes Wasser mit einem Spritzer Zitronensaft zu trinken.

Beginnen Sie am besten samstagmorgens mit dieser Kaffee-Auszeit, denn abhängig von Ihrer vorherigen Genussmenge können sich zu Beginn leichte Kopfschmerzen einstellen. Aber schon nach etwa vier Tagen werden Sie merken, wie viel fitter und vitaler Sie sich fühlen.

5. Legen Sie Kurzmeditationen ein.

Dieser Tipp ist so ungewöhnlich, dass viele Menschen sich seine Wirkung nicht wirklich vorstellen können – aber fasziniert von den Effekten sind, wenn sie ihn erst einmal ausprobiert haben. Machen Sie also das Experiment!

Eine entscheidende Quelle von Erschöpfung ist das konstante Selbstgespräch, das Sie mit sich führen. Diese mentale Praxis läuft zum grossen Teil unbewusst ab: Fast doppelt so viele neuronale Prozesse sind auf unsere inneren mentalen Zustände gerichtet wie auf unsere Umweltwahrnehmung. Wenn Sie diesen ununterbrochenen Dialog bewusst unterbrechen und Ihren Fokus umlenken, können Sie eine Menge Energie sparen und gleichzeitig neue tanken.

Eignen Sie sich eine Kurzmeditationsmethode an, die Ihnen entspricht. Der Möglichkeiten sind viele: kurze Mantras, Atemtechniken, Handyoga, ein schnelles Mandala, Gehmeditation … Was auch immer Ihnen hilft, eine Auszeit von sich selbst zu nehmen. Wenn Sie sich tagsüber dabei erwischen, dass Ihre Gedanken wieder einmal um sich selber kreisen, konzentrieren Sie sich stattdessen auf das, was Sie gerade fühlen. So lenken Sie die Energie von Ihrer Ratio auf Ihre Emotionen, wo sie wieder aufgeladen wird.



 

Oberstes Bild: © Maridav – Shutterstock.com


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