Foundation und Rouge: Interview mit Visagistin Uta Walter

08.03.2016 |  Von  |  Make-Up
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Foundation und Rouge: Interview mit Visagistin Uta Walter
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Uta Walter ist studierte Philologin und Pädagogin. Zudem ist die in Frankreich ausgebildete Expertin Kosmetikerin und Visagistin. Mittlerweile verfügt sie über 25 Jahre Erfahrung im Kosmetik- und Schulungsbereich. Als Schulungsleiterin der französischen Institutsmarke SOTHYS gibt sie ihr Wissen rund um Visagismus, Kosmetik und Wellness weiter.

Wir wollten von Uta Walter wissen, welche Tipps und Tricks sie rund um Foundation und Rouge geben kann.

Welcher Hauttyp – welche Foundation?

Uta Walter:

  • getönte Tagescreme: normale / Misch- und trockene Haut
  • flüssige Foundation mit cremiger Konsistenz: normale / trockene / sehr trockene Haut
  • flüssige Foundation mit Puderpartikeln oder Mikroperlen (teilweise fettfrei): Misch-/fette Haut
  • Compact Make-up: jeder Hauttyp, vorzugsweise normale / Misch- und fette Haut; ist für trockene Haut meist zu trocken und markiert die Fältchen

Wie trägt man Foundation optimalerweise auf: Schwamm, Pinsel, Finger?

Uta Walter: Mit allen drei Auftragetechniken lässt sich ein optimales Ergebnis erzielen. Wichtig ist, dass man nicht zu viel Produkt verwendet, in der Gesichtsmitte mit dem Auftragen beginnt und zu den Seiten hin ausblendet. Dabei darauf achten, alle kleinen Ecken und Nischen wie Nasenflügel, Augenwinkel, Mundwinkel, Haaransatz oder Ohrläppchen nicht zu vergessen. An den Gesichtsrändern nicht abrupt mit dem Produkt aufhören, sondern weich ausblenden, um einen guten Übergang zu schaffen.

Bei der Auftragetechnik mit den Fingern sollte man eine kleine Menge Produkt zunächst auf den Handrücken geben und von da aus mit zwei Fingern peu à peu auf dem Gesicht verteilen.



Was gilt es beim Fixieren des Make-ups zu beachten?

Uta Walter: Die optimale Grundlage für ein Make-up ist eine gute Feuchtigkeitspflege. Perfekt auf den Hauttyp abgestimmt bildet sie den ersten Schritt zu einem haltbaren Make-up. Ein Hauch von transparentem Puder sorgt für die finale Fixierung und lässt den Teint gleichzeitig matt und ebenmässig aussehen.

Am besten trägt man den Puder mit einem dicken Puderpinsel (alternativ mit einer Puderquaste) auf. Dabei gilt weniger ist mehr, d. h. ein Zuviel an Puder sollte vor dem Aufsetzen auf die Haut abgeklopft werden. Das Auftragen ebenfalls von der Gesichtsmitte zu den Seitenpartien. Für eine leichte Fixierung führt man den Pinsel mit sanften Streichbewegungen über die Haut, für ein intensiveres Ergebnis den Puder mit leicht kreisenden Bewegungen in die Haut drücken.

Was ist eigentlich drin in Make-up-Produkten?

Uta Walter: Heutzutage gibt es wohl kein Make-up mehr, das nicht gleichzeitig pflegende Eigenschaften vorweisen kann. Folglich enthalten diese Produkte neben den farbgebenden Pigmenten je nach ihrer Bestimmung feuchtigkeitsspendende (z. B. NMF-Bausteine, Hyaluronsäure), Anti-Aging Wirkstoffe (z.B. Peptide, Anti-Oxidantien) oder Vitamine und Mineralstoffe, um der Haut Ausstrahlung, Vitalität und neue Energie zu verleihen.

Daneben hängt die Auswahl der Aktivstoffe auch vom Hauttyp ab, für den das Produkt konzipiert wird.

Rouge auftragen – welche Techniken gibt es?

Uta Walter:

  • Puderrouge: das am häufigsten verwendete Rouge, da es sich leicht mit einem Pinsel auftragen lässt, mit nahtlosen Übergängen und für jeden Hauttyp geeignet
  • Cremerouge: lässt sich ebenfalls gut auftragen, wird meist mit dem Finger aufgetupft; ist besonders für trockene Haut geeignet
  • Gelrouge: wird mit dem Finger aufgetragen, ist aber nicht ganz einfach in der Handhabung, das der Farbauftrag meist sehr intensiv ist


Welche Auftrage-Technik für welche Gesichtsform?

Uta Walter: Es gibt im Wesentlichen zwei Unterschiede: ein breites Gesicht sollte durch die Platzierung optisch schmaler erscheinen, ein schmales Gesicht eher breiter. Um dies zu erreichen wird das Rouge bei dem breiten Gesicht vom höchsten Punkt des Wangenknochens schräg nach oben Richtung Schläfe aufgetragen, bei dem schmalen Gesicht eher waagerecht in Richtung Haaransatz. Bei beiden Versionen ist es wichtig, dass die Übergänge zum Teint weich verwischt werden und keine harten Ränder bleiben.

Bei einem tendenziell runden Gesicht, d. h. mit einer volleren Wangenpartie sollte das Rouge dem Gesicht mehr Kontur geben. Dazu führt man das Rouge mit einem Pinsel dicht unterhalb des Jochbeinknochens entlang, von der Gesichtsseite in Höhe der Ohren ausgehend in Richtung Mundwinkel.

 

Artikel von: beautypress.de
Artikelbild: © Kseniia Perminova – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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