Fokusthema: La Vie Bohème – romantisch & flippig

08.02.2016 |  Von  |  Mode
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Fokusthema: La Vie Bohème – romantisch & flippig
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Bald wird es endlich wärmer und wir bekommen die Gelegenheit, neue Styles auszuprobieren. Wie wäre es mit legerer Mode im Stil der Bohème? Flatternde Maxikleider, lässige Oversizetops, luftige Longwesten – ideale Teile für warme Frühjahrstage und Strandspaziergänge in den Ferien.

Lässig wird’s auch bei den Schuhen und Accessoires: Blumen im Haar, Espadrilles an den Füssen, Tücher im Ethnostil um die Schultern. Das klingt nach Sommer, Sonne und Festivals. Der Hippiesommer kann mit diesen Outfits so richtig losgehen.

Bohemianlook früher und heute

Die Bohèmemode bzw. Boho-Chic ist ein Modestil, der sich durch Elemente der Bohème- und Hippiekultur auszeichnet.

Ursprünglich bezeichnete Bohème die aus Böhmen kommenden Roma. Wurde damit anfangs eher das unstete, auch unordentliche Leben des „fahrenden Volks“ assoziiert, erfuhr der Begriff im 18. Jahrhundert eine Aufwertung. Nun wurde die Bohèmekultur auch mit etwas Künstlerischem, Romantischem verbunden, mit Freiheit und Kreativität. Im englischen Sprachraum heisst die Bohèmemode normalerweise Boho-Chic: Boho ist dabei die Abkürzung von Bohemian („Bohémien“), der französische Chic wurde im 19. Jahrhundert damit kombiniert – und zeigt, dass der Modestil durchaus auch elegant ist.

Der Boho Chic wurde im Jahr 2004 dank Sienna Miller besonders populär – schon bald schien jeder die fliessenden Hippieröcke, Fellwesten und coolen Stiefel des It-Girls zu tragen. Auch andere Trendsetterinnen werden mit dem Bohotrend assoziiert: Kate Moss, Lindsay Lohan, Kirsten Dunst und die Olsen-Zwillinge sind nur eine Auswahl an Stars, die den Style für sich entdeckten und individuell interpretierten. Eine derartige Hochsaison wie 2004/2005 erlebte der Look seitdem zwar nicht mehr, taucht jedoch immer wieder auf – und verzaubert mit lässiger, flippiger und romantischer Fashion.


Die Bohèmemode locker und weit geschnitten. (Bild: MaxFrost – Shutterstock.com)

Die Bohèmemode locker und weit geschnitten. (Bild: MaxFrost – Shutterstock.com)


Bohostyle – lässig und sexy zugleich

Passend zur Hippiekultur, die eine allgemeine Freiheit des Daseins befürwortet, ist die Bohèmemode locker und weit geschnitten, Röcke und Kleider sind möglichst lang. Hauptsache bequem! Designer wie Roberto Cavalli, Valentino und Giambattista Valli zeigten für ihre kommenden Sommerkollektionen wunderschöne fliessende Maxikleider – dank transparenter Stoffe und viel Spitze teilweise auch sehr sexy. Als Alternative zeigt man sich in bunten Maxiröcken. Wer’s etwas körperbetonter mag, kann zur lockeren Bohotunika oder Bluse z. B. auch fransige, enge Jeansshorts im Used-Look tragen. Dazu feine Espadrilles oder Sandaletten, – das bringt sommergebräunte Beine richtig gut zur Geltung!



Allgemein wird gerne locker geschnürt – Oberteile und Kleider genauso wie Sandaletten und Gürtel. Folkloristische Elemente werden in Form von Häkeloptik, Spitzen und natürlichen Materialien wie Leder oder Hanf eingesetzt. Gerne werden auch Fransen, Stickereien und verspielte Rüschen verwendet – und natürlich darf die Flower Power nicht fehlen! Blumen finden sich in Form von Prints wieder, werden aufgestickt oder im Haar befestigt.

Farblich zeichnet sich der Bohostil durch sanfte Töne wie Beige, Hellbraun oder Creme aus, zu denen kräftige Farben wie Smaragdgrün, Rubinrot oder tiefes Blau passen. Diese Farben sollten bestenfalls alle in der Natur vorkommen – schreiende Neonfarben etwa sind tabu!

Übrigens: Was den Bohemian Style so kreativ macht, ist die Möglichkeit, ganz eigene Elemente in den Look mit einzubringen: das All-Time-Favourite-Fransentuch, der Schlapphut vom Trödelmarkt, die Federohrringe aus den letzten Ferien … Besonders gerne gesehen sind natürlich auch absolute Unikate wie ein gestrickter Schal oder eine süsse Häkelmütze – wie könnte man, ganz im Sinne der Hippiebewegung, seine eigene Individualität besser zeigen?

Bohèmeaccessoires und Schmuck

Auch wenn die Boholooks an sich schon kreativ und alles andere als schlicht und zurückhaltend sind – Schmuck darf beim Outfit nicht fehlen! Getragen werden grosse Ohrringe und mehrere klimpernde Armbänder, Fusskettchen, Ketten mit Holzperlen oder auch selbst gemachtes. Charakteristisch sind auch grosse Sonnenbrillen und ein cooler Schlapphut. Alle Accessoires sollten jedoch sowohl aufeinander als auch auf das Outfit abgestimmt sein – und nicht over the top wirken.

Das Haar wird zum Look dann typischerweise offen getragen, gerne mit sanften Wellen, als locker geflochtener Zopf oder als undone wirkender Dutt.

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Zolotareva Elina – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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