Fasten fördert Vielfalt der Darmflora

18.03.2016 |  Von  |  Gesundheit
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Fasten fördert Vielfalt der Darmflora
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Fachgerecht durchgeführt, kann eine Fastenkur ein wirksamer erster Schritt sein, um eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora zu regenerieren und so dem gesamten Körper zu mehr Vitalität zu verhelfen. Das bestätigen aktuelle Studien. Wie Forschungen beweisen, haben die etwa 100 Billionen (1014) Bakterien, die den Darm besiedeln, einen weit reichenden Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Eine ungünstige Zusammensetzung der Darmflora (Dysbiose) bringen Experten heute mit zahlreichen Gesundheitsstörungen in Verbindung. Insbesondere stark übergewichtige bzw. adipöse Menschen weisen häufig eine charakteristische Dysbiose auf, die wiederum Übergewicht und damit assoziierte Erkrankungen, aber auch Entzündungsreaktionen zu fördern scheint.

Artenvielfalt der Mikroorganismen

Aktuelle Studien von Wissenschaftler um Marlene Remely vom Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien bestätigten, dass sich durch Nahrungskarenz und eine Ernährungsumstellung eine Dysbiose offensichtlich effektiv regulieren lässt: Die Forscher beobachteten, dass adipöse Studienteilnehmer durch eine kalorienreduzierte, fettarme Diät mit viel Gemüse und Obst, aber wenig tierischen Lebensmitteln nicht nur ihr Gewicht reduzierten, sondern sich gleichzeitig ihre Darmflora gravierend veränderte: Die Artenvielfalt der Mikroorganismen im Darm nahm zu.

Die Spezies, die den Fettansatz und Entzündungen begünstigen, wurden zurückgedrängt, während Keime mit gesundheitsfördernden Eigenschaften einen grösseren Anteil gewannen. Eine rasche Veränderung der Darmflora beobachtete Remely auch in einer weiteren Studie, bei der sich die Teilnehmer einer einwöchigen Fasten-Kur unterzogen.

Gesundheitsbewusste Umstellung

Tatsächlich scheint eine Fastenkur von nachhaltigerem Erfolg zu sein als eine Diät. Denn wie eine aktuelle Studie bestätigt, gelingt es nur einem Bruchteil der Diättreibenden, die Ernährung langfristig umzustellen. Anders beim konsequenten Verzicht: „Fasten ist ein starker Impuls, dauerhaft eine gesundheitsbewusstere Ernährungs- und Lebensweise anzunehmen“, weiss Andrea Ciro Chiappa, Vorsitzender des Deutschen Fastenakademie e.V. (dfa). Das zeige auch eine aktuelle Fastenstudie der Universität Halle-Wittenberg: Die Teilnehmer, die sich einem fünftägigen Fastenprogramm der dfa unterzogen, wurden erfolgreich zur dauerhaften Lebensstilveränderung motiviert und konnten sich so ihre neuen Körpermasse und die verbesserte Leistungsfähigkeit nach der Kur erhalten.



Regeln des Verzichts

„Voraussetzung für den Erfolg einer Fastenkur ist allerdings, dass sie richtig durchgeführt wird“, betont Chiappa mit Verweis auf die Leitlinien der dfa (www.fastenakademie.de). Danach wird der auf ein bis zwei Wochen begrenzte Nahrungs- und Genussmittel-Verzicht von reichlicher Flüssigkeitszufuhr und regelmässigen Darmentleerungen begleitet. „Denn der zur Ruhe gekommene Darm benötigt Unterstützung, um Nahrungsreste und abgestorbene Bakterien, Zellen und Gallensäuren auszuscheiden“, erklärt Chiappa.

Dazu eignen sich salinische Abführmittel wie Glaubersalz. Ausserdem trägt ein Wechsel aus Bewegung in freier Natur mit Ruhephasen und Entspannung zum Fastenerfolg bei. „Am Ende der Kur ist ein sorgfältiger Neuaufbau der Ernährung die Grundvoraussetzung für nachhaltige Effekte“, so Chiappa.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © wavebreakmedia – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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