Eleganz aus Deutschland – Hugo Ferdinand Boss im Portrait

03.02.2016 |  Von  |  Mode
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Eleganz aus Deutschland – Hugo Ferdinand Boss im Portrait
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Von Regenjacken zum Börsenunternehmen, Hugo Ferdinand Boss war der Kaufmann unter den Modemachern.

Er wurde im Juli 1885 im deutschen Metzingen geboren und gründete eines der namhaftesten Modeunternehmen Deutschlands.

Der Weg von Hugo Boss war in den ersten Jahren steinig. Nach Abbruch der Realschule machte er eine Lehre zum Kaufmann, arbeitete bei einer Weberei, kam seiner Wehrpflicht nach und wechselte schliesslich zu einer Weberei in Konstanz. Als seine Eltern starben, führte er deren Manufakturwaren- und Aussteuergeschäft weiter, wurde aber 1914 zur Armee einberufen.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs kehrte Hugo Boss nach Metzingen zurück, wo er die Schneiderei Hugo Boss gründete. 1924 eröffnete er dort auch eine Kleiderfabrik und erweiterte das Sortiment der Schneiderei, ursprünglich Ober- und Arbeitskleidung, um u. a. Regenmäntel, Windjacken und Sportartikel. In den 1930er-Jahren sowie während des Kriegs stellte Boss‘ Kleiderfabrik auch Soldatenuniformen her, danach wurde jedoch wieder Arbeits- und Berufskleidung produziert. Aufgrund seiner Aktivitäten während des Zweiten Weltkriegs, u. a. als NSDAP-Mitglied, wurde Hugo Boss letztendlich als Mitläufer eingestuft.


Die Marke Boss ist bekannt für elegante Anzüge und geradlinigen Chic. (Bild: FashionStock.com – Shutterstock.com)

Die Marke Boss ist bekannt für elegante Anzüge und geradlinigen Chic. (Bild: FashionStock.com – Shutterstock.com)


1945 trat Boss aus gesundheitlichen Gründen zurück und gab die Führung des Unternehmens an den Ehemann seiner Tochter, Eugen Holy, ab. Dieser liess nun auch elegante Anzüge herstellen, was die Marke fortan entscheidend prägen sollte. Auch der Chefdesigner und spätere Vorstandsvorsitzende Werner Baldessarini sorgte anschliessend für neue Akzente. In den 1970er-Jahren wurde der Fabrikverkauf in Metzingen eröffnet, um den sich seitdem eine erfolgreiche Outletstadt mit weiteren Marken entwickelt hat.

War die Marke Hugo Boss lange Zeit hauptsächlich für ihre elegante Herrenmode – allen voran vornehme Herrenanzüge – bekannt, sind heutzutage auch die Damenroben nicht mehr vom roten Teppich wegzudenken. Die Mode von Boss ist weiterhin bevorzugt in klassischen Farben gehalten und zeichnet sich durch perfektionierte Schnitttechnik und hochwertige Materialien aus.



Heute vertreibt das inzwischen börsennotierte Modeunternehmen neben Herren-, Damen- und Kinderbekleidung ausserdem auch Accessoires, Heimartikel und Parfum. Für die einzelnen Kollektionen, darunter Boss Woman, Boss Orange und Hugo, zeigen sich unterschiedliche Designer verantwortlich, darunter Jason Wu, künstlerischer Leiter der Damenkollektion.

Hugo Ferdinand Boss selbst verstarb 1948 in Metzingen, wo sich bis heute der Hauptsitz seiner AG befindet.

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Oleg Golovnev – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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