Einmalig schön – Modeschmuck selbst gemacht

02.09.2015 |  Von  |  Mode
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Einmalig schön – Modeschmuck selbst gemacht
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Wäre es nicht herrlich, zu jedem Outfit den passenden Schmuck zu besitzen? Leider ist auch Modeschmuck nicht immer günstig, obwohl es sich dabei doch um Massenware handelt.

Was liegt also näher, als attraktiven Schmuck selbst herzustellen. Das macht Spass, ist gar nicht so schwierig, und es landet garantiert ein Unikat in der Schmuckschatulle.

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Ich zeige euch in diesem Artikel, was ihr an Werkzeugen benötigt, welche Materialien sich eignen und erkläre euch ein paar Grundbegriffe. Sollte dies der Beginn eines neuen, kreativen Hobbys werden, empfiehlt es sich natürlich, sich anhand von Abbildungen in Büchern, mithilfe von YouTube-Filmen oder durch einen Kurs detaillierteres Wissen anzueignen.

Werkzeug-Grundausstattung zur Schmuckherstellung

Um Schmuck herzustellen, braucht ihr neben dem Material eine grosse Portion Geduld und geeignetes Werkzeug. Bevor ihr nun zum Baumarkt lauft um Zangen und Co. zu kaufen, empfehle ich euch, zuerst einmal im Bekanntenkreis danach zu fragen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade die feinen Zangen von Heimwerkern wenig genutzt werden und konnte so die eine oder andere abstauben.

Idealerweise gehören zu eurer Grundausstattung:

  • Seitenschneider – damit lassen sich Ketten und Drähte ganz einfach durchtrennen. Achtet bitte auf ein hochwertiges Werkzeug, sonst ist seine Lebensdauer durch rasche Abnutzung sehr begrenzt.
  • Flachzange – um kleine Perlen und Teile festhalten zu können und Feinarbeiten, wie das Öffnen und Schliessen von Ösen, problemlos zu bewerkstelligen.
  • Rundzange – dient ähnlichen Arbeiten wie die Flachzange, aber kann selbst sehr kleine Ösen bearbeiten und biegen.
  • Spitze Flachzange – ist ideal, um kleine Teile festzuhalten und zusammenzudrücken. Eine gerillte Innenfläche hilft, Abrutschen zu vermeiden.
  • Pinzette – ist nützlich, um kleinste Perlen zu platzieren und kann bei anderen Arbeitsgängen, bei denen sehr kleine Knoten und Materialien gefasst werden müssen, eine grosse Hilfe sein.
  • Feines Schleifpapier oder eine feine Feile – Modeschmuckperlen und anderes Material haben mitunter scharfe Kanten, die abgeschliffen werden müssen, um nicht auf der Haut zu kratzen.
  • Schere, Sekundenkleber, evtl. eine Lupe.

Um Schmuck herzustellen, braucht ihr neben dem Material auch geeignetes Werkzeug. (Bild: © beccarra - shutterstock.com)

Um Schmuck herzustellen, braucht ihr neben dem Material auch geeignetes Werkzeug. (Bild: © beccarra – shutterstock.com)


Fäden, Gummis, Bänder – Material zum Auffädeln

Während für Armschmuck Gummibänder ideal sind, eignen sich für Ketten verschiedene Bänder und Schnüre. Nicht nur die aufgefädelten Schmuckstücke selbst, sondern auch das Fädelmaterial bestimmt den Charakter der Kette oder des Colliers. Regeln gibt es dabei keine, hier gilt: „Erlaubt ist, was gefällt“. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Beim Auffädeln entscheidet ihr, ob von der Schnur etwas zu sehen sein soll oder ob sie komplett mit Perlen oder anderem Gestaltungselementen bedeckt sein wird.


Während für Armschmuck Gummibänder ideal sind, eignen sich für Ketten verschiedene Bänder und Schnüre. (Bild: © alicjane - shutterstock.com)

Während für Armschmuck Gummibänder ideal sind, eignen sich für Ketten verschiedene Bänder und Schnüre. (Bild: © alicjane – shutterstock.com)


Wer sich bisher nie mit der Schmuckherstellung befasst hat, wird überrascht sein von der Vielfalt der Fäden, Bänder und Schnüre:

  • Lederbänder gibt es in verschiedenen Stärken und Farben. Wichtig ist, beim Kauf darauf zu achten, dass die Perlen ein genügend grosses Loch haben, um auf das Lederband gezogen zu werden. Es eignet sich für einen einzelnen dekorativen Stein oder einige wenige Perlen und kann einfach im Hals verknotet werden. So könnt ihr im Nu einen individuellen Schmuck kreieren.
  • Nylonfaden wird oft empfohlen und ist war günstig zu haben, aber für ein Schmuckstück, an dem ihr lange Freude haben möchtet, eher nicht geeignet: Er lässt sich nicht sicher verknoten.
  • Baumwollfäden lassen sich gut verarbeiten, sie haben  aber den Nachteil, dass sie schnell durchscheuern. Es ist ärgerlich, wenn unterwegs die Kette reisst und die Perlen durch die Gegend kullern.
  • Perlseide oder Perlseide aus Kunstfaser sind die beliebtesten Schnüre um Ketten herzustellen. Sie lässt sich gut durch Perlen mit kleinen Löchern ziehen, denn oft ist bereits beim Kauf eine entsprechend dünne Nadel integriert. Perlseide ist in verschiedenen Stärken erhältlich, die Variante aus Kunstfaser ist preisgünstiger.
  • Stahldraht, der mit Kunststoff beschichtet wurde, ist das perfekte Fädelmaterial für Steine und schwere Glasperlen. Er ist beinahe unverwüstlich, auch scharfe Kanten an Bohrungen der Steine schaden ihm nicht. Zudem lässt er sich haltbar verknoten.
  • Seidenbänder gibt es in vielen verschiedenen Farben und Breiten. Sie werden gern für die Schmuckherstellung passend zur Landhausmode verwendet. Einzelne Elemente mit Edelweissmotiv oder Halbedelsteine wirken mit einem farblich auf die Kleidung abgestimmten Seidenband besonders hübsch.
  • Kordeln, Schnüre und alles, was euch sonst in den Sinn kommt, könnt ihr für die Herstellung von einzigartigen Schmuckstücken ausprobieren.
  • Silber- und Messingdraht wird für die Herstellung von Ohrschmuck verwendet.

Dekorative Verschlüsse

Die möglichen Kettenverschlüsse reichen von den bekannten Federringen und Karabiner-Schliessen über Schraubverschlüsse bis hin zu den beliebten Magnetschliessen. Je nach Fädelmaterial werden verschiedene Verschlüsse benötigt. Am besten kauft ihr beides zusammen, dann erlebt ihr daheim keine böse Überraschung. Je nach Stil des anzufertigenden Schmuckstückes kann die Schliesse als Schmuckobjekt mit einbezogen werden.

Meist verschwinden die Verschlüsse jedoch diskret im Nacken, weshalb es vor allem auf Sicherheit und Haltbarkeit ankommt. Magnetschliessen sind in den letzten Jahren verbreitet auf den Markt gekommen und haben den Vorteil, dass die Kette ruckzuck ohne Spiegel und sogar mit nur einer Hand angelegt werden kann.


Je nach Fädelmaterial werden verschiedene Verschlüsse benötigt. (Bild: © Vaclav Mach - shutterstock.com)

Je nach Fädelmaterial werden verschiedene Verschlüsse benötigt. (Bild: © Vaclav Mach – shutterstock.com)


Modischer Ohrschmuck – garantiert antiallergisch

Ich hatte jahrelang auf Modeschmuck Ohrringe und Ohrhänger verzichtet, da ich heftige Entzündungen davon bekam. Inzwischen gibt es in den Bastelläden der Schweiz ausschliesslich nickelfreies Zubehör für Ohrschmuck.

Für wenig Geld könnt ihr Ohrhaken mit und ohne Klappverschluss, Kreolen und verschiedene Stecker bekommen. Wer keine Ohrlöcher hat, findet natürlich auch Ohrschrauben und Ohrclips für die eigene Schmuckgestaltung. Mit diesen einfachen Materialien und verschiedenen Perlen lassen sich alle erdenklichen Schmuckstücke für die Ohren herstellen. Egal ob eingehängt oder geklebt: Besonders auffallend wirken sie, wenn ihr sie auf die Kette und das Armband abstimmt.

Traumhafte Perlenvielfalt und mehr

Beim Gestalten von Modeschmuck sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt eure Schmuckstücke ganz nach eurem Geschmack gestalten, auf die Garderobe oder aktuelle Modetrends abstimmen. Perlen gibt es aus Glas, Metall, Kunststoff, Holz oder Keramik zu kaufen und teilweise ist es sogar möglich, sie selbst zu machen.


Beim Gestalten von Modeschmuck sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. (Bild: © Kolidzei - shutterstock.com)

Beim Gestalten von Modeschmuck sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. (Bild: © Kolidzei – shutterstock.com)


Besonders Holzperlen bieten zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Weiches Holz kann mit Schnitzereien verziert werden.
  • Sie lassen sich zu verschiedenen Formen verarbeiten, so zaubert ihr mit ein wenig Geschick Würfel, Kegel oder Zylinder daraus.
  • Holz mit schöner Maserung sieht geschliffen und farblos lackiert klasse aus.
  • Wenn ihr ein wenig Talent habt, könnt ihr Holzperlen bemalen. Einfarbig oder mit verschiedenen Mustern: Beides wird seine Wirkung nicht verfehlen.

Verschiedene Metallelemente, Stäbe, Federn und Holzstücke lassen sich mit den Perlen zu originellen Schmuckkreationen verarbeiten. Ihr findet diese auf Spaziergängen in der Natur, bei einem Streifzug über den Flohmarkt, in Brockenhäusern, im eigenen Haushalt und natürlich in Fachgeschäften. Mit der Zeit werdet ihr immer mehr Möglichkeiten für die Schmuckgestaltung entdecken.



Wenn euch das Schmuck-Gestaltungs-Fieber gepackt hat:

Schmuckkurse bieten die Migros Klubschule, verschiedene Bastel- und Handarbeitsläden sowie ab und zu auch Gemeinschaftszentren an. Nicht zu vergessen die Creativa, die Messe für kreative Ideen. Inspirieren lassen könnt ihr euch beispielsweise in den Modeschmuckabteilungen der Supermärkte. Viel origineller und bunter sind die Schmuckstände auf Flohmärkten oder multikulturellen Märkten.

 

Oberstes Bild: © Konstantin Sutyagin – shutterstock.com

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