Eine Woche früher als üblich: Die Birke blüht wieder – Tipps für Allergiker

29.03.2017 |  Von  |  Gesundheit, News
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Für Pollenallergikerinnen und -allergiker kommt nun eine herausfordernde Zeit: Die Birkenpollensaison beginnt jetzt, sogar früher als üblich. Der Baum mit stark allergenen Pollen blüht bis im Mai. aha! Allergiezentrum Schweiz gibt Tipps, wie Betroffene am besten durch den April kommen.

Das sonnig-warme Frühlingswetter lockt die Birkenkätzchen hervor: Der Baum steht jetzt in der ganzen Schweiz in Blüte und lässt seine Pollen fliegen. Letzte Woche blühte die Birke im Tessin, in Genf, Basel und Visp, nun auch bereits im Mittelland. Der Blühbeginn ist damit eine Woche früher als üblich.

„Der Grund dafür ist der warme März – es wird voraussichtlich der drittwärmste in der Schweiz seit Messbeginn“, sagt Regula Gehrig, Biometeorologin von MeteoSchweiz. Das vergangene, warme Wochenende habe dann den Startschuss in die Birkenpollensaison gegeben. Das heisst: Bei den prognostizierten hohen Temperaturen in den kommenden Tagen ist gemäss Gehrig ab sofort überall mit hohen Belastungswerten zu rechnen.

Jeder Zehnte neigt zu Reaktionen auf Birke

Diese Zeit bis im Mai ist bei Pollenallergikerinnen und -allergikern stets gefürchtet. „Die Birkenpollen enthalten bestimmte Eiweisse, die sehr stark allergen wirken“, erklärt Georg Schäppi, Geschäftsleiter von aha! Allergiezentrum Schweiz, die Aggressivität der Birkenpollen. Da diese Pollenart zudem relativ klein sei, gelangten die Winzlinge einfach und schnell in unsere Atemwege.

Dort lösen sie die mühsamen Beschwerden des Heuschnupfens aus: Niesattacken, laufende oder verstopfte Nase, ebenfalls juckende und tränende Augen, Juckreiz in Gaumen, Nase und Ohren. „In der Schweiz ist mindestens jede zehnte Person auf Birkenpollen sensibilisiert“, so Georg Schäppi.

Heuschnupfen nicht unterschätzen

Es ist wichtig, eine Pollenallergie richtig zu behandeln, da sich sonst daraus ein allergisches Asthma entwickeln kann. Die Heuschnupfen-Symptome werden mit Medikamenten in Form von Nasensprays, Augentropfen oder Tabletten gelindert.

„Will man das Übel bei der Wurzel packen, geht man eine Spezifische Immuntherapie (SIT) an, mit der die Beschwerden ursächlich kuriert werden können“, empfiehlt Allergieexperte Schäppi. Aber auch kleine Tricks haben eine grosse Wirkung: In der Pollensaison nur kurz stosslüften, vor dem Schlafengehen die Haare waschen, Wäsche nicht im Freien trocknen lassen und immer eine Sonnenbrille tragen.

Auch Esche und Hagebuche blühen

Die Birkenpollen sind derzeit übrigens nicht alleine unterwegs: Vom schönen Frühlingswetter profitieren auch andere allergene Pflanzen, wie etwa die Esche. Auch ihre Pollen werden in den kommenden Tagen hohe Konzentrationen erreichen. Die Hagebuchenblüte hat ebenfalls begonnen; Biometeorologin Regula Gehrig erwartet aber nicht sehr starke Belastungswerte:

„Die Hagebuche hat einen ausgeprägten Blührhythmus. Da letztes Jahr ein starkes Hagebuchen-Jahr war, rechnen wir heuer mit weniger Pollen in der Luft.“ Und noch eine gute Nachricht für Heuschnupfengeplagte: Die Pollensaison von Hasel und Erle geht nun dem Ende zu.

 

Quelle: aha! Allergiezentrum Schweiz
Symbolbild: © Iakov Filimonov – shutterstock.com

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