Die traditionelle Rasur mit Rasierhobel oder Rasiermesser

26.11.2014 |  Von  |  Gesichtspflege
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Die traditionelle Rasur mit Rasierhobel oder Rasiermesser
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Fragt man eine zufällig ausgewählte Männergruppe nach dem Rasiergerät ihrer Wahl, kann man die Antworten an zwei Fingern abzählen: Nassrasierer oder elektrischer Rasierer. Es existieren aber auch zwei Alternativen, mit denen durch ausreichende Übung durchaus Vorteile erzielt werden: das Rasiermesser und der Rasierhobel.

Rasierhobel sind mittlerweile ein wenig aus der Mode gekommen; dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass sie in westlichen Gefilden das Rasierinstrument schlechthin waren. Der Rasierhobel wurde damals erfunden, um eine sichere Alternative zum Rasiermesser zu bieten. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts galt er als das Standardinstrument für Männer, die eine glatt rasierte Haut im Gesicht bevorzugten.

Von der Prozedur her ähnelt die Rasur mittels eines Hobels der Vorgehensweise mit einem modernen Nassrasierer. Beim Hobel steht die eingesetzte Rasierklinge ungefähr einen Millimeter vor, was eine saubere Rasur ermöglicht und zugleich das Risiko für Schnittverletzungen minimiert. Zur Rasur selber empfiehlt sich die Verwendung von Rasierseife, die mit einem Rasierpinsel aufgetragen wird. Schaum aus der Dose ist zwar auch möglich, steht aber in Kontrast zu dem traditionellen Verfahren. Und er wird häufig als weniger schonend empfunden.

Da der Kopf des Hobels anders als bei vielen Nassrasierern nicht frei beweglich ist, muss unter der Rasur stets der perfekte Winkel eingehalten werden. Dieser beläuft sich auf ungefähr 30 Grad vom Hobel zur Haut und wird jeweils über die Bewegungen mit dem Handgelenk angepasst. Damit der Winkel dauerhaft gehalten und je nach Hautpartie neu ausgerichtet werden kann, ist dafür Übung notwendig. Die Vorteile gegenüber modernen Nassrasierern sind vorhanden, aber eher geringfügig.

Freunde des Hobels schätzen das traditionelle Arbeiten und die lange Haltbarkeit der rostfreien Stahlklingen. Vergleicht man ihn mit einem Rasiermesser, ist er zudem wesentlich sicherer. Der Hobelkopf macht nämlich schwere Schnittverletzungen nahezu unmöglich. Richtig angewandt, wird eine sehr saubere Rasur erzielt.

Fast vergessen: das Rasiermesser

Das Rasiermesser steht für die Urform eines Hilfsmittels zur Haarentfernung am Kopf. Heute fast nur noch in speziellen Barbershops erhältlich, erlaubt das Rasiermesser eine absolut einwandfreie, glatte Nassrasur. Langfristig gesehen ist das Rasiermesser zugleich die für das Portemonnaie günstigste Alternative, da es bei entsprechender Pflege quasi ein Leben lang hält und keine neuen Klingen nachgekauft werden müssen.



Dennoch werden Rasiermesser heutzutage nur noch selten genutzt. Da es ausgesprochen scharf ist, können bei ungeschickter oder falscher Anwendung besonders in der Halsregion fatale bis lebensbedrohliche Verletzungen hervorgerufen werden. Das Rasiermesser sollte daher nur langsam, mit viel Übung – oder direkt vom Fachmann eingesetzt werden.

 

Oberstes Bild: © Dmytro Zinkevych – shutterstock.com

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1 Kommentar


  1. Danke für diesen Artikel und ihren Blog.

    Ich kann mit eine Rasur ohne Rasierhobel gar nicht mehr vorstellen. Natürlich, wenn man sich das erste Mal mit einem Rasierhobel rasiert muss man sich umstellen und es wird wohl auch den einen oder andere Schnitt geben. Nach der Eingewöhnungsphase aber, will man nie mehr zu einem Gillette zurückkehren.

    Ich hasse es immer, wenn ich nur nur mit Handgepäck verreise und keine Klingen mitnehmen kann.

    Falls du interessiert bist, ich habe vor kurzem auch über dieses Thema auf meinen Blog einen Artikel zum Thema Rasierhobel publiziert: http://mannbibel.com/wordpress/2015/01/05/1-rasiere-dich-wie-ein-mann-mit-einem-rasierhobel/

    Danke und Gruss
    Ray

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