Die schönsten Sommerboten: Sonnenblumen

10.06.2015 |  Von  |  Allgemein
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Die schönsten Sommerboten: Sonnenblumen
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Einfach wunderbar sehen riesige Sonnenblumenfelder aus. Die grossen gelben Blumen machen sich auch im Garten hervorragend und entfalten bis in den frühen Herbst ihre Pracht. In einer Bodenvase sind die majestätischen Pflanzen auch in der Wohnung sehr dekorativ. Im Backofen geröstet sind die Kerne ein Hit. Wissenswertes rund um die Sonnenblumen und Tipps für die Pflege.

Die Sonnenblume wird den Korbblütlern zugeordnet und kann bis zu fünf Meter hoch werden. Die kleinsten Sonnenblumen sind etwa 30 Zentimeter hoch. Besonders faszinierend ist der Heliotropismus der Blume: Sie wendet sich stets der Sonne entgegen. Verändert sich der Sonnenstand im Tagesverlauf, richtet sich die Blume entsprechend aus. Im Französischen heisst die Blume daher auch „Tournesol“, also der Sonne zugewandt. Erst wenn die Blume komplett aufgeblüht ist und die Früchte reif sind, stellt die Pflanze dieses Phänomen ein.

Bei den Kernen handelt es sich um eine Sonderform der Nuss, die Achäne. Es gibt ungefähr 50 bis 60 Sonnenblumenarten. Dabei müssen die Blüten nicht immer typisch gelb sein, es gibt auch orange, rote oder violette Sonnenblumen.

Herkunft der Sonnenblumen

Die Sonnenblume stammt aus dem mittelamerikanischen Raum. Als Symbol des Sonnengottes symbolisierte sie Kraft und Stärke. Die Azteken bildeten die Pflanze auf ihren Tempeln ab. Bereits vor mehreren Tausend Jahren sollen die Indianer die Sonnenblumen angebaut haben. Die ölhaltigen Kerne bereicherten ihren Speiseplan. Spanische Eroberer brachten die Pflanze schliesslich nach Europa. Im 17. Jahrhundert dienten die Sonnenblumenkerne in gerösteter Form als Kaffeeersatz. Später nutzte man zunächst vor allem in Russland das Öl der Kerne.

Sonnenblumen im Garten

Die Sonnenblumen sind einjährige Pflanzen – wollen Sie sich Jahr für Jahr an der gelben Pracht erfreuen, müssen Sie jedes Jahr aufs Neue aussäen. Dabei können Sie die Kerne aus dem Vorjahr verwenden. Der beste Zeitpunkt für die Aussaat ist nach dem Frost. Die Samen sollten einige Zentimeter tief in der Erde liegen. Wichtig ist ein ausreichender Abstand von mindestens 30 Zentimetern zwischen den einzelnen Kernen. Sonst kann es schnell eng werden, wenn die Pflanze ihre volle Pracht entfaltet. Wer mag, zieht die Pflanzen in einem kleinen Töpfchen in der Wohnung vor und pflanzt die Triebe dann nach den Eisheiligen direkt an ihren endgültigen Standort im Garten.



Die Sonnenblumen lieben die Sonne und gehören daher an einen sehr sonnigen Platz. Da die Blumen sehr hoch werden, wählen Sie ein windgeschütztes Eckchen, sonst knicken die langen Stängel schnell ab. Sehr grosse Pflanzen freuen sich über eine Rankhilfe. Die Blumen mögen einen sehr nährstoffreichen Boden und wollen regelmässig mit Feuchtigkeit versorgt werden. Je nährstoffreicher der Untergrund ist, desto besser wird die Pflanze gedeihen. Sehr gut geeignet ist ein stickstoffhaltiger Dünger, den Sie während der Wachstumsphase mehrmals geben sollten. Am besten giessen Sie die gelben Prachtexemplare täglich. Ist es sehr heiss und trocken, vertragen die Blumen auch zwei Mal am Tag Wasser. Dass Ihre Pflanzen nicht ausreichend mit Wasser versorgt wurden, merken Sie sehr schnell an den traurig hängenden Köpfen. Bei der richtigen Pflege erfreuen Sie sich zwischen Juli und Oktober an den prächtigen Blüten Ihrer Sonnenblumen.

Sind die Blüten komplett ausgetrocknet, ist es an der Zeit, die Kerne zu ernten. Idealerweise sollte der Blütenkopf direkt auf dem Stängel trocknen. Mit einer leichten Papiertüte oder einem Stück Stoff schützen Sie die Kerne vor hungrigen Vögeln. Ist die Blüte ganz ausgetrocknet, lösen sich die Kerne fast wie von selbst. Alternativ schneiden Sie die Blütenköpfe ab und hängen sie kopfüber zum Trocknen auf. Trocken aufbewahrt, eignen sich die Samen perfekt für die Aussaat im nächsten Jahr.

Sonnenblume in der Vase

Wollen Sie die Kerne nicht ernten, eignet sich die Blume in einer Vase dekoriert hervorragend als Eyecatcher in der Wohnung. Nach dem Schnitt sollten Sie die Schnittflächen ganz kurz in heisses Wasser tunken. Dadurch schliesst sich die Schnittstelle und die Blume kann das Wasser später besser aufnehmen. Nach dem Eintunken gehört die Sonnenblume in zimmerwarmes Wasser. Auch wenn Ihre Pflanzen zwischendurch einmal die Köpfe hängen lassen, können Sie durch einen erneuten Anschnitt die Haltbarkeit noch einmal verlängern. Ein Tropfen Spülmittel im Wasser soll die Wasseraufnahme der Blume ebenfalls verbessern, dieser Tipp ist ein altes Hausmittel.


Sonnenblumen machen sich auch zu Hause in einer Vase sehr gut.

Sonnenblumen machen sich auch zu Hause in einer Vase sehr gut. (Bild: © serbogachuk – Fotolia)


Sonnenblumenkerne in der Küche

Schon kurz nachdem die Pflanze nach Europa gelangt war, nutzte man die gelben Blumen nicht nur als Zier-, sondern auch als Nutzpflanze. Das Öl der Kerne enthält viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Lecithin und ist daher sehr gesund. In der Küche ist das Sonnenblumenöl ein wahres Allroundtalent, denn es eignet sich zum Backen, Braten und Dünsten. Insbesondere kaltgepresste Öle entfalten eine hervorragende Wirkung. Bei der Verarbeitung der Kerne unterscheidet man zwischen kaltgepresstem und raffiniertem Öl. Beim Kaltpressen wird während des Pressens keine Wärme zugeführt und die Inhaltsstoffe bleiben auf diese Weise erhalten. Das raffinierte Öl wird bei hohen Temperaturen ausgepresst und in verschiedenen Schritten weiterverarbeitet. Bei dem aufwendigen Prozess, der vor allem darauf ausgerichtet ist, einen hohen Ertrag zu erzielen, können Inhaltsstoffe verloren gehen.

Wenn Sie selbst einige Kerne geerntet haben, werden Sie vermutlich kein Öl daraus pressen. Sehr lecker schmecken geröstete Sonnenblumenkerne. Verteilen Sie die Kerne einfach auf einem Backblech und rösten Sie das Ganze bei etwa 150 Grad für rund 40 Minuten. Sie können dazu sowohl geschälte als auch ungeschälte Kerne verwenden. In der Schale bildet sich während des Röstens ein kleiner Riss, so können Sie sie nach dem Rösten leicht knacken. Wenden Sie die Kerne von Zeit zu Zeit, damit sie von allen Seiten schön braun werden. Mögen Sie die Kerne gern etwas gesalzen, legen Sie Ihre Sonnenblumenkerne vor dem Rösten einfach über Nacht in etwas Salzwasser ein.

Fazit: Mit einer Sonnenblume holen Sie sich den Sommer in den Garten. Die Pflanzen faszinieren mit ihrer prächtigen Blüte und sind ein echter Hingucker an sonnigen Standorten. Darüber hinaus liefern sie mit ihren Kernen noch einen leckeren und gesunden Snack – mehr geht nicht!

 

Oberstes Bild: © vlavetal – Shutterstock

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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