Die richtige Ernährung zur Akne-Vorbeugung

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Eine gesunde Ernährung spielt bei der Hautpflege eine wichtige Rolle. Es ist bekannt, das besonders ungesunde und fettige Nahrung nicht nur zu unreiner Haut führen, sondern auch Akne begünstigen kann – nicht umsonst wird von Ernährungsakne gesprochen. Bestimmte Lebensmittel können sich allerdings positiv auf die Hautflora auswirken. 

Akne zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen und bricht bei den meisten während der Pubertät aus.

Aufgrund der typischen Symptomatik wird die Hautkrankheit wie folgt definiert: „Als Akne werden im Allgemeinen Erkrankungen der Talgdrüsen bezeichnet, die zu Entzündungen, Pickeln und Hautunreinheiten führen“. (Quelle: 121doc.ch).

Obwohl vorrangig hormonelle Prozesse (Überproduktion von Testosteron), die zu einer Talgdrüsenüberfunktion führen, als Ursache einer Akne-Erkrankung angesehen werden, sind sich Experten einig, dass die Ernährung bzw. der Lebensstil zumindest als beeinflussender Faktor mittelbar eine Rolle spielt.

Häufig befassen sich medizinische Beiträge mit Lebensmitteln bzw. Ernährungsweisen, die Akne-Patienten vermeiden sollten. So gilt eine monosacharid- und fettreiche Ernährung als Symptom fördernd. Obwohl nicht jede Person gleich auf die Lebensmittel reagiert, wird allgemein empfohlen Produkte wie Schokolade, Fast Food, Limonade aber auch Käse oder andere Milchprodukte vom Speiseplan weitgehend zu verbannen. Gleichzeitig wird bestimmten Lebensmitteln eine positive Wirkung nachgesagt – diese können eine Behandlung unterstützen.

Gering-glykämische Ernährung

Der glykämische Index gibt an, wie schnell ein Nahrungsmittel den Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr ansteigen lässt. Eine hoch-glykämische Ernährung regt die Insulinproduktion an, was wiederum die Fettproduktion der Haut fördert und zu verstopften Poren führt. Kohlenhydrate, die aus Monosachariden (Einfachzucker) bestehen, haben einen hohen glykämischen Index und können entsprechend Akne fördern. Zur Vorbeugung sollten daher Lebensmittel mit einem niedrigen Index bevorzugt werden. Hierzu zählen z. B. Fisch, Fleisch, Gemüse und bestimmte Obstsorten.


Zur Vorbeugung sollten Lebensmittel mit einem niedrigen Index bevorzugt werden. Hierzu zählen z. B. Fisch oder Gemüse. (Bild: © OLENA GIZOVA - shutterstock.com)

Zur Vorbeugung sollten Lebensmittel mit einem niedrigen Index bevorzugt werden. Hierzu zählen z. B. Fisch oder Gemüse. (Bild: © OLENA GIZOVA – shutterstock.com)


Ernähren wie Jäger und Sammler

Forscher haben bereits vor einiger Zeit eingeborene Stämme betrachtet und festgestellt, dass Akne hier kaum bis gar nicht verbreitet ist. Nach Angaben einer Studie aus dem Jahr 2002 war die Ernährungsweise besonders auffällig, die stark verschiedenen zur westlichen Welt charakterisiert ist. So setzen die Kitavan auf Fisch, Früchte und Knollengewächse – von der Hautkrankheit ist dort niemand befallen. Die Ache ernähren sich wiederum neben Wurzelgemüse stark von Reis, Mais und Wild – auch hier sind keine Aknefälle zu verzeichnen.


So setzen die Kitavan auf Fisch, Früchte und Knollengewächse – von der Hautkrankheit ist dort niemand befallen. (Bild: © Dmitri Malyshev - shutterstock.com)

So setzen die Kitavan auf Fisch, Früchte und Knollengewächse – von der Hautkrankheit ist dort niemand befallen. (Bild: © Dmitri Malyshev – shutterstock.com)


Zinkhaltige Lebensmittel

Zink ist als Hausmittel zur äusseren Anwendung bei Akne bekannt, es wirkt antiseptisch und unterstützt natürliche Heilungsprozesse der Haut. Es kann dem Körper auch von Innen über die Nahrung zugeführt werden. Lebensmittel, die Zink enthalten, sind z. B. Bohnen, Sonnenblumenkerne und Cashewkerne. Auch Käse enthält den Stoff, wird jedoch auch als aknefördernd betrachtet und sollte daher nur in Massen genossen werden.

Schwarzer Tee und Brennnessel-Tee

Da die Haut genügend Feuchtigkeit benötigt um den natürlichen Schutzfilm aufrechterhalten zu können und Hautrisse als Eintrittspforte für Bakterien zu vermeiden, ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme notwendig. Besonders geeignet sind neben Mineralwasser Schwarzer und Brennnessel-Tee. Brennnessel unterstützt ein reines Hautbild und beugt damit Pickeln vor. Schwarzer Tee wirkt antibakteriell, so können Keime abgetötet werden, die eine Pickelentstehung begünstigen.


Da die Haut genügend Feuchtigkeit benötigt um den natürlichen Schutzfilm aufrechterhalten zu können ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme notwendig. (Bild: © Jorg Hackemann - shutterstock.com)

Da die Haut genügend Feuchtigkeit benötigt um den natürlichen Schutzfilm aufrechterhalten zu können ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme notwendig. (Bild: © Jorg Hackemann – shutterstock.com)


Pflanzenöle

Besonders Transfette verstärkte Fettproduktion der Haut und damit einhergehend Akne fördern. Akne-Patienten sollten daher auf gesündere Alternativen zurückgreifen. Hierzu eignen sich vor allem Pflanzenöle, wie Lein- oder Olivenöl. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren, ein Wert von 5:1 wird empfohlen.

Basische Ernährung

Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt, insbesondere ein hoher Säurespiegel, kann neben Akne auch Ekzeme, allergische Reaktionen oder Haarausfall bedingen. Eine basenreiche Ernährung ist essentiell für die Neutralisierung der Säuren im Körper. Geschieht dies nicht werden die Säuren im Gewebe, in Gefässen oder Organen gelagert und blockieren die Versorgung der Zellen. Zu den basischen Lebensmitteln zählen Fisch, Obst, schonend gegartes Gemüse und Naturell-Wasser. Auch Bewegung kann die Basenproduktion fördern.


Auch Bewegung kann die Basenproduktion fördern. (Bild: © Monkey Business Images - shutterstock.com)

Auch Bewegung kann die Basenproduktion fördern. (Bild: © Monkey Business Images – shutterstock.com)


Roh- und Garkost

Ein grundlegender Bestandteil der Ernährung sollte rohes bzw. sanft gegartes Gemüse darstellen. Insbesondere grünes Blattgemüse ist geeignet. Die Haut wird mit zahlreichen Ballaststoffen und Spurenelementen gestärkt.



Wer seine Ernährung gewissenhaft umstellt, auf kurzkettige Kohlenhydrate und Transfette verzichtet, wird langfristig eine deutliche Besserung des Hautbildes verzeichnen. Eine basische, ballaststoffreiche Ernährung, die durch antibakteriell und antiseptisch wirkende Lebensmittel ergänzt wird, kann eine Akne-Behandlung nicht nur unterstützen sondern einer Ausbildung der Symptomatik vorbeugen.

Die Ernährungsumstellung sollte jedoch nicht als alleinige Therapie zur ursächlichen Behandlung angesehen werden. Es ist notwendig zuvor von einem Arzt den genauen Auslöser der Hauterkrankungen ermitteln zu lassen. Zudem kann dieser Ratschläge zu Aufbau einer ausgewogenen Diät geben, um eine Unterversorgung an wichtigen Stoffen zu vermeiden.

 

Artikelbild: © Loginova Elena – shutterstock.com

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