Die peinlichsten Selbstbräunerpannen – und wie man sie vermeidet

20.05.2015 |  Von  |  Bräunung
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Die peinlichsten Selbstbräunerpannen – und wie man sie vermeidet
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Bräunungslotionen und -sprays versprechen einen tiefbraunen Sommerteint ganz ohne Hautkrebsrisiko und vorzeitige Hautalterung. Doch Selbstbräuner sorgt falsch angewendet auch für so manche Beautypeinlichkeit.

Orangebraune Haut, streifige Ergebnisse und verräterische Flecken sorgen dann für Peinlichkeiten, die Bilder von betroffenen Stars zieren im Sommer regelmässig die Klatschmagazine. Damit Dir das nicht passiert, gibt’s hier für jedes Malheur die richtige Vorbeugung oder Lösung.

Die Oompa Loompas sind wieder da – Braun oder doch Orange?

Den Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ mit Johnny Depp kennt fast jeder, da tummeln sich die lustigen Oompa Loompas in Wonkas Fabrik. Die orangefarbenen Gesellen aus der Filmversion von 1971 sind fast in Vergessenheit geraten, erleben jedoch aktuell ihr Comeback als anschauliches Beispiel für missglückte Bräunungsversuche. Statt bronzefarbener Sommerhaut präsentieren übermotivierte Kandidaten ein tiefes Braunorange, das den Bräunungstrick aus der Tube nicht nur schnell entlarvt, sondern gerade bei Blitzlicht und Partybeleuchtung in all seiner Künstlichkeit erstrahlt.


Damit Dir mit dem Selbstbräuner keine Panne passiert, gibt’s hier für jedes Malheur die richtige Vorbeugung. (Bild: © Suzanne Tucker - shutterstock.com)

Damit Dir mit dem Selbstbräuner keine Panne passiert, gibt’s hier für jedes Malheur die richtige Vorbeugung. (Bild: © Suzanne Tucker – shutterstock.com)


Schuld sind die falschen, für den Hauttyp zu starken Lotionen und ein gewisser Gewöhnungseffekt. Der gesund erscheinende Strandteint wirkt einfach so gut, dass man anfängt, sich jeden Tag einzuschmieren, und zu immer stärkeren Mittelchen greift. Karotintabletten, Karottensaft oder Karotincreme verstärken den Effekt noch, denn der Stoff lagert sich in der Haut ab und färbt sie in einem fröhlichen Orange ein. Generell gilt: Wer blass ist, sollte die Flaschen mit dem Aufdruck „für dunklen Teint“ noch im Regal stehen lassen. Produkte für helle Haut oder Bodylotions mit Bräunungseffekt sind in diesem Fall besser geeignet. Um die künstliche Bräune zu intensivieren, empfiehlt sich bei hellem Teint und rosafarbenem Hautunterton ein Bräuner mit olivfarbenen und dunkelbraunen Extrakten wie das „Bronzing Mousse“ von St. Tropez. Der Mix aus verschiedenen Braunnuancen wirkt der orangefarbenen Tönung durch den Selbstbräuner entgegen und lässt die Bräune natürlicher aussehen.

Alles natürlich? Verräterische Flecken

Die künstliche Bräune mag im Grossen und Ganzen noch so makellos und perfekt gelungen sein, bei auffälligen braunen oder orangefarbenen Flecken an Knien, Füssen, Ellenbogen oder Handballen ist der Trick sofort entzaubert. Drei Gründe sind verantwortlich für die dunklen Flecken: Verhornte Hautpartien, stellenweise zu grosse Produktmengen und ein Anwender, der vergisst, sich nach dem Einschmieren die Hände zu waschen.


Bräunungslotionen versprechen einen tiefbraunen Sommerteint ganz ohne Hautkrebsrisiko. (Bild: © YuriyZhuravov - shutterstock.com)

Bräunungslotionen versprechen einen tiefbraunen Sommerteint ganz ohne Hautkrebsrisiko. (Bild: © YuriyZhuravov – shutterstock.com)


Doch keine Sorge, die dunkle Färbung lässt sich leicht vermeiden. Peele Deinen gesamten Körper vor dem Bräunen, die Haut an rauen Stellen besonders gründlich. Dickere Haut an den Füssen oder Handballen kannst Du mit einer leichten Lotion vor zu viel Selbstbräuner schützen. Benutze nur die letzten Reste an Händen, Füssen und Gelenken, so kann die Haut weniger des Produkts aufnehmen. Verteile grosse Kleckse an Oberarmen, Rücken und Bauch und verstreiche die Lotion in Richtung der Hände und Füsse. Wenn Du schnell vergisst, wo Du Dich schon eingeschmiert hast, benutze eine eingefärbte Bräunungslotion.

Ups, da habe ich wohl was vergessen!

Wer gerne kurz vor dem Ausgang noch schnell sein Outfit wechselt und sich bei Kleidung nie entscheiden kann, sollte seine Bräunung vorher gut planen. Zum Maxidress mit Boots braucht niemand braune Füsse, wechselst Du aber doch noch schnell zu Minikleid und Pumps, fällt gespenstisch weisse Haut von den Knöcheln abwärts doch auf.

Gehe also vor der Bräunungssession alle Variationen Deiner Outfits durch und überlege, welche Körperteile sichtbar sein werden. Lange, zart gebräunte Beine sehen klasse aus zu kurzen Röcken, aber auch eigenartig, wenn der Rest des Körpers weiss ist. Vergiss also Arme, Gesicht und Dekolleté nicht. Andersherum geht es natürlich auch: tief bronzefarbene Haut im Gesicht und vom Hals an abwärts herrscht noch weisse Winterkälte. Tu das nur, wenn Du für die nächsten Tage einen Rollkragenpulli eingeplant hast. Verteile Deine Bräunungslotion unbedingt auch bis in den Haaransatz hinein, dazu das Produkt einfach in Richtung Haar verstreichen.


Ups, da habe ich wohl was vergessen! (Bild: © Suzanne Tucker - shutterstock.com)

Ups, da habe ich wohl was vergessen! (Bild: © Suzanne Tucker – shutterstock.com)


Auch gerne Opfer der Bräunungsdemenz: Hände, Ohren und der Bartbereich. Letzteres passiert Männern, die sich erst den dunklen Teint aus der Tube gönnen und sich später entschliessen, den Dreitagebart oder Schnäuzer zu rasieren. Wirkt wahre Wunder, wenn man mal wieder seine Kollegen zum Lachen bringen möchte.

Streifenfrei und makellos – so klappt es mit der künstlichen Bräune

Trotz der zahlreichen Missgeschicke und Unfälle, die mit der Bräune aus der Tube passieren können, geht es mit ein wenig Übung auch anders. Die gründliche Vorbereitung mit Peeling und Bodylotion ist für einen streifenfreien Look unumgänglich. Noch ebenmässiger wird der Bronzeteint, wenn Du einen Handschuh speziell für Selbstbräuner benutzt. Trage die Lotion mit mittlerem Druck auf, damit sie sich gut verteilt, aber nicht wieder abgewischt wird. Nutze ein eingefärbtes Produkt, damit Du siehst, welche Partien Du schon eingeschmiert hast. Teste vor wichtigen Veranstaltungen, Dates und Vorstellungsgesprächen keine neuen Bräunungsmittel oder Auftragemethoden.

Für schwer erreichbare Stellen wie den Rücken kannst Du Sprays benutzen, die sich auch mit kopfüber gehaltener Flasche aufsprühen lassen. Achte darauf, dass Deine Sprayflasche nicht tropft, sondern ausschliesslich einen feinen Nebel versprüht. Wenn die gesamte Haut gründlich mit einem gleichmässigen Film des Produkts bedeckt ist, ist es hilfreich, alles für eine Weile trocknen und einziehen zu lassen, bevor Du Dich wieder anziehst. Danach ist luftige Kleidung ratsam, die nicht an der Haut reibt. Wasche das Ganze nach einigen Stunden Einwirkzeit oder am nächsten Morgen ab, bevor Du das Haus verlässt. Entstehen doch braune Flecken oder Streifen, hilft dagegen ein Peeling unter der Dusche bei warmem Wasser oder in der Wanne, wenn die Haut schön aufgeweicht ist. Punktuell kannst Du auch Zitronensaft gegen dunkle Stellen anwenden, der wirkt leicht bleichend und die Flecken verschwinden.



Die künstliche Bräune aus der Tube sorgt bei Stars und ganz normalen Menschen mit witzigen Pannen für so manche peinliche Situation. Doch mit guter Vorbereitung und ein wenig Übung gelingt die bronzefarbene Sommerhaut perfekt und kurze Röcke, Strandtage und Sommerpartys können kommen.

 

Oberstes Bild: © Piotr Marcinski – shutterstock.com

Über Maria Wildt

Maria Wildt ist Agraringenieurin und Beautybloggerin der ersten Stunde. Beauty, Lifestyle, Natur, Umwelt und Wissenschaften sind daher ihre liebsten Themen. Seit 2007 ist sie Bloggerin, seit 2013 freiberufliche Onlineredakteurin und Texterin.


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