Designer & Provokateur – Franco Moschino

15.02.2016 |  Von  |  Mode
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Designer & Provokateur – Franco Moschino
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Bunt, extravagant und rebellisch, so war die Mode des italienischen Modeschöpfers Franco Moschino. Er wurde 1950 in der Nähe von Mailand geboren, 1967 zog er in die Modestadt, um Kunst zu studieren.

Moschinos Berufswunsch als junger Mann war Maler, sein Zeichentalent brachte ihm während des Studiums Jobs als Modeillustrator ein.

Bei seiner Arbeit fand Moschino immer mehr Gefallen an Stoffen und Schnitten. 1971 bekam der 21-jährige Moschino eine Stelle als Zeichner bei Versace, ab 1977 entwarf er Designs für das Modehaus Cadette. 1983 machte sich Franco Moschino mit seinem eigenen Unternehmen Moonshadow S.p.A. selbstständig und nannte seine Modemarke Moschino.

Anfangs beschränkte sich seine Mode auf Casualwear und Jeans, bald jedoch designte er auch Lingerie, Abendgarderobe, Schuhe, Männermode und Parfums. 1986 lancierte er die Linie Moschino Jeans (heute Love Moschino), 1988 die günstige Linie Cheap and Chic.

Aufgrund seiner innovativen Designs wurde Moschino oft mit Jean-Paul Gaultier verglichen. Ebenso erlangte er den Ruf eines Enfant terrible, das sich selbstironisch über die Modeszene lustig machte. So lautete beispielsweise der Slogan einer seiner Anzeigenkampagnen „stop the fashion system!“, bei einer Jacke liess er einmal bezeichnend „expensive jacket“ auf den Rücken sticken. Dabei richtete sich seine Provokation gegen die manipulierende Modeindustrie, nicht gegen Mode im Allgemeinen. Mode sollte originell und gerne auch ausgefallen sein, die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen und vor allem Spass machen – auch entgegen der von der Modeszene diktierten Trends und No-Gos. Augenzwinkernd verzierte er seine farbenfrohe Mode mit Schleifen, Herzen oder auch Alltagsgegenständen, ebenso setzte er gerne Peacezeichen sowie Ausrufe- und Fragezeichen ein.



Trotz oder gerade wegen seiner mutigen und belustigenden Provokationen wurde Moschinos Mode – auch beim Mainstream – zum Erfolg. Die Materialien sind hochwertig, die Farben leuchten, der Stil ist oft avantgardistisch und von Kunstrichtungen wie dem Dadaismus, Surrealismus und Pop Art inspiriert. Viele Künstler liessen sich für ihre Touren von Moschino einkleiden, u. a. Kylie Minogue und Madonna.

1994 verstarb der an AIDS erkrankte Designer. Seine Nachfolge übernahm seine langjährige Assistentin Rosella Jardini, 2013 der US-amerikanische Designer Jeremey Scott.

Modezitat:

„Es gibt keinen ‚guten Geschmack.‘ Geschmack ist immer individuell – und jeder sollte stolz darauf sein.“

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Luckies – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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