Designer des alten Hollywoods – Pierre Balmain

11.03.2016 |  Von  |  Mode
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Designer des alten Hollywoods – Pierre Balmain
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Grosse Roben, Parfums und kostbare Uhren, Pierre Balmain bereicherte die 50er mit stilvollem Luxus.

Der Modeschöpfer wurde im Mai 1914 unter dem Namen Pierre Alexandre Claudius Balmain im französischen Saint-Jean-de Maurienne in der Nähe der Grenze nach Italien geboren. Er gründete das Modehaus Balmain.

Die Faszination für Mode wurde dem jungen Balmain quasi in die Wiege gelegt, er begleitete seine Mutter und Tanten am liebsten in das Modegeschäft, in dem sie arbeiteten. Dort beschäftigte er sich mit feinen Stoffen und träumte davon, einmal Haute Couture zu entwerfen.

Neben seinem 1933 begonnenen Studium der Architektur an der École des Beaux Arts in Paris designte er Kleider und liess sie sie bei Modehäusern vorführen. Schliesslich bekam er das Angebot, bei Edward Molyneux zu arbeiten, woraufhin er sein Studium aufgab. 1939 wechselte er in das Atelier von Lucien Lelong, bevor er 1945 seine eigene Firma in Paris gründete. Ab 1947 gehörten Uhren, Parfums und Accessoires zu seinem Angebot.

P. Balmain, R. Ford, 1947 (Bild: C. v. Vechten, Wikimedia)

In den 50er-Jahren konnte Pierre Balmain erste Erfolge in den USA erzielen. Seine Designs passte er geschickt den amerikanischen Silhouetten an – welche nicht so schmal wie die der Französinnen waren – ohne dabei an Stil und schlichter Eleganz zu sparen. Aufgrund seines Talents gelang es ihm mühelos, sowohl simple, stilvolle Mode zu entwerfen als auch aufregende Abendroben. Bald wurde auch Hollywood auf seinen New Look aufmerksam: Insgesamt schneiderte Balmain für 16 Filme die Kostüme, Schauspielerinnen wie Marlene Dietrich, Katherine Hepburn und Brigitte Bardot trugen seine Kleider auch abseits des Filmsets.

Unter Pierre Balmain waren viele Designer erfolgreich tätig, die sich später mit ihrer eigenen Mode einen Namen machten, darunter auch Karl Lagerfeld von 1955 bis 1958. Ende der 60er-Jahre sank jedoch die Beliebtheit der konservativ-eleganten Mode, weshalb Balmain sein Unternehmen 1977 verkaufte, aber weiterhin als Chefdesigner tätig blieb. Nach seinem Tod 1982 wurde sein Partner Erik Mortensen sein Nachfolger. Ab 1990 übernahmen verschiedene Designer das Modehaus, darunter Oscar de la Renta und seit 2009 Olivier Rousteing. Letzterer brachte frischen Wind in das traditionelle Unternehmen: Ihm gelingt es, die Mode zu modernisieren und zur angesagten Marke zu machen – auch durch die Unterstützung von It-Girls wie Rihanna, die für eine seiner Kampagnen posierte.

Balmain selbst hielt seine Mode schlicht, jedoch gleichzeitig elegant und stilvoll. Er verzichtete auf glitzerndes Ausschmücken und übertrieben Spielereien – lieber wollte er zeitlos klassische Mode kreieren.

Modezitat:

„Gute Mode entsteht durch Evolution, nicht durch Revolution.“

 

Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: Wikimedia, public domain

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.


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