Der grosse Unterschied zwischen einer Gesichts- und Handcreme

04.05.2016 |  Von  |  Gesichtspflege, Handpflege
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Der grosse Unterschied zwischen einer Gesichts- und Handcreme
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Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum es für das Gesicht und die Hände unterschiedliche Pflegeprodukte gibt? Wieso sollte es so wichtig sein, dass man hier spezielle Cremes für die Hautpflege benutzt? Oberflächlich betrachtet könnte man tatsächlich meinen, dass beide Creme-Varianten für beide Partien geeignet sind, doch bei näherer Betrachtung gibt es deutliche Unterschiede.

Einmal mehr steckt die Chemie dahinter – es ist also kein Trick der Kosmetikunternehmen, einfach zwei unterschiedliche Cremes zu verkaufen, die im Prinzip dasselbe enthalten. Wer sich die Inhaltsstoffe für die Intensivpflege der Hände genauer ansieht, wird erhebliche Unterschiede zum Produkt für die zarte Gesichtshaut entdecken.

Unterschiedliche Haut auf Händen und im Gesicht

Die Haut im Gesicht, ganz egal ob alt oder jung, ist viel dünner als die auf den Händen. Diese muss ja aufgrund der vielen Herausforderungen im Alltag deutlich robuster sein. Denn ständig fasst man etwas an oder ist mit Wasser oder sonstigen feuchten Substanzen in Kontakt. Deshalb bildet die Haut an den Händen Hornhaut, bei der es sich im Grunde genommen um mehrere Schichten abgestorbener Hautzellen handelt. Dabei gilt eine grundsätzliche Regel: je häufiger die Haut an den Händen Druck und Reibung ausgesetzt ist, umso massiver entwickelt sich die Hornhaut und umso dicker wird sie. Ganz anders gestaltet sich die Situation im Gesicht, wo die Hornhaut mittels regelmässigem Peeling sanft, aber konsequent entfernt wird. Abgesehen davon gibt es in diesem Bereich eine hohe Talgproduktion, damit die Haut schön und geschmeidig bleibt.

Individuelle Trocknungsbedingungen werden bei Händen und Gesicht unterschieden

Egal, ob im Büro ein Meeting in professioneller Umgebung stattfand oder ob Sie privat mit Freunden unterwegs waren, Hände waschen ist danach eigentlich Pflicht. Damit ist aber klar, dass auf diese Weise die Haut gerade dort mehrmals täglich mit Wasser und Seife in Kontakt gerät. Ganz im Gegensatz zum Gesicht, wo meist mit milden Lotions oder einer Reinigungsmilch sanft abgeschminkt und Make-up-Rückstände entfernt werden.

Doch auch aus anderen als aus hygienischen Gründen sind Hände im Alltag immer wieder mit Wasser in Kontakt. Denn die Hausarbeit erfordert etwa das Waschen von Gardinen oder aber das Abwaschen des täglichen Geschirrbedarfs, auch wenn ein Geschirrspüler im Haushalt integriert ist.


Unterschiedliche Haut auf Händen und im Gesicht (Bild: © Subbotina Anna - shutterstock.com)

Unterschiedliche Haut auf Händen und im Gesicht (Bild: © Subbotina Anna – shutterstock.com)


Dies alles bleibt der Gesichtshaut erspart, womit sie eindeutig weniger beansprucht wird als die Haut an den Händen. Die Folge sind oft raue und rissige Hände, deren Schwielen sogar aufbrechen und zu echten Wunden werden können. Erst recht, wenn Sie bedenken, dass bei der täglichen Hausarbeit kaum jemand Handschuhe trägt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Hände eine intensive Pflege erhalten, die meist reichhaltiger sein sollte als diejenige für das Gesicht.

Unterschiedliche Produkte für Hände und Gesicht

Was Ihre Gesichtshaut betrifft, so sollten Sie entsprechend Ihres Typs und Ihrer Hautbeschaffenheit die passenden Produkte anwenden. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie sich in jedem Fall beraten lassen und den Empfehlungen folgen. Letztendlich möchten Sie ja kleine Fältchen um die Augenpartie vermeiden, die oft durch zu reichhaltige Cremes entstehen, während die Hände vermehrt Fett und Feuchtigkeit benötigen. Somit sind die Ziele definiert, die mit der individuellen Pflege erreicht werden sollen.

Machen Sie sich klar, ob Sie bei Ihren Kosmetikprodukten auf Produkte setzen, die ohne Konservierungs- und ohne Duftstoffe auskommen, oder doch einen bestimmten Duft bevorzugen. Vor allem, wenn Sie empfindliche Haut haben, sollten Sie darauf eher verzichten. Wichtig ist, dass die ausgewählten Kosmetikprodukte eine klare Inhaltsdeklaration haben, damit Sie auf einen Blick überprüfen können, ob etwa hautverstopfende Stoffe oder Substanzen enthalten sind. Dexpanthenol ist zum Beispiel ein Wirkstoff, der bei Produkten für trockene oder raue Hände zum Einsatz kommt, da er das Spannungsgefühl lindert und viel Feuchtigkeit spendet. Im Gesicht angewandt, könnte er allerdings dazu führen, dass die Poren verstopfen. Hier sind wiederum Produkte mit dem Wirkstoff Q10 zu empfehlen, die die Haut leicht straffen und Falten vermindern.



Als Fazit bleibt zu sagen, dass Sie in jedem Fall für die Hände und die Gesichtspartie unterschiedliche Cremes verwenden sollten. Ein Allround-Pflegeprodukt würde den individuellen Ansprüchen nicht gerecht werden. Obwohl in beiden Pflegecremes oftmals ähnliche Inhaltsstoffe vorhanden sind, sind unterschiedliche Funktionen zu erfüllen. Damit muss auch ein Unterschied in der Anwendung gemacht werden. Denn nur das richtige Produkt beim richtigen Hauttyp bringt schnelle und bestmögliche Resultate für strahlende und gepflegte Haut.

 

Artikelbild: © Yuganov Konstantin – shutterstock.com


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