Das neueste Beauty-Food – hilft es wirklich?

16.07.2014 |  Von  |  Ernährung
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Längst ist bekannt: Diverse Nahrungsmittel werden zunehmend auch als wirksame Beauty-Helfer verwendet. Vor allem neue exotische Samen oder Beeren haben in der letzten Zeit diesbezüglich für viel Aufsehen gesorgt. Doch auf welche Weise helfen solche Lebensmittel eigentlich, jung und schön zu bleiben? Und wie können die Exoten im täglichen Leben in den Speiseplan integriert werden? Dieser Ratgeber verrät es!

Chia-Samen – Super-Food der Azteken



Chia-Samen wurden bereits vor über 5000 Jahren von den Azteken als kraftspendendes Grundnahrungsmittel verzehrt. Die schwarzen Samen weisen einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren auf und liefern zusätzlich viel hochwertiges Protein sowie zahlreiche Mikronährstoffe, die für eine schöne Haut sorgen sollen. Allerdings: Da man pro Tag nicht mehr als 15g des Lebensmittels zu sich nehmen sollte, relativieren sich die vermeintlich hohen Mengen an wichtigen Nährstoffen wieder etwas. Trotzdem gehören Chia-Samen zu den besonders wertvollen Lebensmitteln, die in der Küche vielseitig zu verwenden sind, zum Beispiel zur Herstellung von Puddings oder in selbst gebackenem Brot.

Blitzschnell zubereitet – leckerer Chia-Pudding

Besonders schnell und einfach gelingt ein Pudding, der aus Chia-Samen hergestellt wird. Hierzu lässt man 10g der Samen in etwa 100ml Milch quellen, wobei man zwischendurch immer wieder einmal umrühren sollte. Nach 20 Minuten ist eine dickflüssige Masse entstanden, die jetzt noch mit etwas Zucker, Vanille oder Kakaopulver abgeschmeckt werden kann. Wer sich low carb ernährt, süsst das Dessert einfach mit etwas Stevia.

Chia schmeckt natürlich auch im Müsli; 100g Fertigmüsli nach Wahl werden mit drei Esslöffeln frischem Obstsalat versetzt. Anschliessend giesst man Milch nach Geschmack über die Mischung und streut über das Müsli 5g Chia-Samen. Vorsicht: Wer eine sämige Konsistenz vermeiden möchte, sollte das Frühstück zügig verzehren, da die Samen rasch beginnen zu quellen.





Gut für das Immunsystem – Aronia-Beeren. (Bild: LianeM / Shutterstock.com)

Gut für das Immunsystem – Aronia-Beeren. (Bild: LianeM / Shutterstock.com)

Gut für das Immunsystem – Aronia-Beeren

Die kleinen schwarzen Beeren, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Holunderbeeren aufweisen, gehören zu den wichtigsten Neuheiten im Bereich des Super-Food. Die bitter und herb schmeckenden Früchte werden zumeist als Saft angeboten, von dem täglich ein Schnapsglas getrunken werden sollte. Ihren Gesundheitswert verdanken die Aronia-Beeren den enthaltenen Anthocyanen, die einerseits entzündungshemmende Wirkungen entfalten und andererseits auch schädigende Einflüsse von aussen abfangen. Ein derartiger Zellschutz kommt auch der Haut zugute, die im Kampf gegen sogenannte „Freie Radikale“ gestärkt wird. Anthycane stecken zwar auch in anderen Beeren, zum Beispiel Johannisbeeren oder Blaubeeren – doch sind die dort enthaltenen Mengen wesentlich geringer!

Saft oder Konfitüre – Aronia-Beeren sind vielseitig verwendbar

Für eine optimale Wirkung der Aronia-Beeren reicht es aus, täglich ein Schnapsglas eines hochkonzentrierten Saftes zu sich zu nehmen. Wem das Getränk zu bitter und herb schmeckt, kann den Saft mit etwas Apfelsaft mischen oder eine Beeren-Schorle herstellen. Lecker schmecken Aronia-Beeren auch als Fruchtaufstrich, der aus 700g Beeren und der gleichen Menge Nektarinen sowie 500g Gelierzucker 3:1 ganz leicht selbst hergestellt werden kann. Das Obst wird zunächst püriert, anschliessend mit dem Gelierzucker vermischt und vier Minuten lang gekocht. Der so hergestellte Aufstrich wird in heiss ausgespülte Gläser abgefüllt.



Goji-Beeren – Anti-Aging-Frucht

In vielen Cremes gegen Falten ist neuerdings ein Extrakt der Goji-Beere enthalten. Die rote Frucht, die ursprünglich aus Tibet und China stammt, schmeckt sehr süss und wird in unseren Breiten hauptsächlich als Trockenobst verzehrt. Die Beeren sollen einen besonders hohen Gehalt an schützenden Antioxidantien aufweisen, weil sie Vitamin C und auch Lutein (für gesunde Augen) enthalten. Aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wird den roten Beeren eine immunstärkende Wirkung nachgesagt; in Anti-Falten-Cremes verwendet, sollen schädigende Einflüsse auf die Haut effektiv abgefangen werden, was zu einer gebremsten Hautalterung führt. Obwohl diese Wirkungen bislang nicht bewiesen sind, erkennen immer mehr Menschen den Gesundheitswert der Beeren an – nicht zuletzt wohl auch deswegen, weil sie in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden. Aber Vorsicht: Für Menschen, die Blutverdünner einnehmen, ist die Frucht nicht geeignet – nach dem Verzehr kann es zu Wechselwirkungen mit dem Medikament kommen!

Gesundes Müsli mit Goji-Beeren



Getrocknete Goji-Beeren schmecken wie eine Mischung aus unterschiedlichen Trockenobstsorten, zum Beispiel Feigen, Kirschen und Pflaumen. Deshalb lassen sie sich hervorragend in Müslis verarbeiten. Für ein gesundes Frühstück werden 75g eines Vollkorn-Müslis nach Wahl mit je einem Esslöffel Kleie und Leinsamen gemischt. Anschliessend hebt man 100g Joghurt unter und verteilt auf dem Müsli 100g Erdbeeren. Zum Schluss wird ein Teelöffel der Goji-Beeren über das Frühstück gestreut.

Fazit:

In den letzten Jahren ist immer mehr Super-Food oder Beauty-Food auf den Markt gekommen, das bei regelmässigem Verzehr gegen zahlreiche Beschwerden helfen und einen Schönheitseffekt entfalten soll. Meist enthalten die angepriesenen Früchte oder Samen tatsächlich wertvolle Inhaltsstoffe; doch in einigen Fällen müssten grosse Mengen verzehrt werden, um tatsächlich von der Wirkung zu profitieren. Bei einigen Sorten steht der Nachweis von gesundheitsfördernden Effekten zudem noch aus. Trotzdem gilt: Wer diese Lebensmittel immer wieder einmal in den Speiseplan einbaut, tut sich und seinem Körper auf jeden Fall etwas Gutes – und darauf kommt es an!



 

Oberstes Bild: © marekuliasz – Shutterstock.com

Über Lara Marie Balzer

Lara Marie Balzer hat den Beruf der Pharmazeutisch-technischen Assistentin mit den Zusatzqualifikationen "Ernährungsberatung" und "Ganzheitliche Medizin/Naturheilkunde" erlernt und mit großer Freude mehrere Jahre in einer naturheilkundlich orientierten Apotheke gearbeitet, bevor sie ein Studium begann (Lehramt Chemie und Religion).


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