Das Gesicht als Spiegel unseres Wohlbefindens

26.01.2016 |  Von  |  Gesundheit
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Das Gesicht als Spiegel unseres Wohlbefindens
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Für Dante Alighieri verrät das Gesicht die Stimmung des Herzens. Doch es gibt noch mehr preis als unsere Gemütsverfassung oder unsere Lebensjahre. Es sagt auch etwas aus über unseren Gesundheitszustand.

Einem Arzt genügt es manchmal bereits, ins Gesicht seines Patienten zu blicken, um zu erkennen, welche Beschwerden er hat. Wir erklären, welche Anzeichen wofür sprechen.

Das Haar als Gesundheitsbarometer

Die Haut ist unser grösstes Organ. Ihr Zustand ist von einer Reihe verschiedener Faktoren abhängig wie zum Beispiel der Lebensweise, Ernährung und körperlichen Aktivität. So sind beispielsweise Menschen, die dauerhaft einem hohen Stresspegel ausgesetzt sind, von vorzeitiger Hautalterung betroffen. Verändert sich der Hautzustand, denken die meisten Betroffenen zunächst an ein dermatologisches Problem.

Inzwischen weiss man jedoch, dass die Haut, insbesondere das Gesicht, ein Indikator für die Gesundheit des gesamten Körpers ist. Auch das Haar gilt als Gesundheitsbarometer, zeigt es doch an Struktur und Farbe, an welchen Unpässlichkeiten wir leiden. So können Pickel, Flecken oder Haarausfall ein Hinweis darauf sein, dass der ganze Körper leidet. Hier die wichtigsten Veränderungen und ihre möglichen Ursachen:


Auch das Haar gilt als Gesundheitsbarometer, zeigt es doch an Struktur und Farbe, an welchen Unpässlichkeiten wir leiden. (Bild: © Lisa S. - shutterstock.com)

Auch das Haar gilt als Gesundheitsbarometer, zeigt es doch an Struktur und Farbe, an welchen Unpässlichkeiten wir leiden. (Bild: © Lisa S. – shutterstock.com)


Augenbrauenausfall

Wer einen plötzlichen Ausfall von Augenbrauen bei sich feststellt, ständig müde ist und empfindlich auf Kälte reagiert, leidet unter Umständen an einer Schilddrüsenunterfunktion. Darunter versteht man die mangelhafte Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Bei einem Arztbesuch werden der basale TSH-Spiegel im Blut sowie die Notwendigkeit der Gabe von Thyroxin bestimmt.

Knötchen unter der Haut

Die sogenannten Xanthelasmen entstehen durch Cholesterinablagerungen im Gewebe und sind äusserlich als gelbe kleine Knötchen unter der Haut wahrnehmbar. Sie deuten darauf hin, dass der Körper zu viel Cholesterin akkumuliert, welches das Herz schädigen kann. Häufig treten Xanthelasmen im Rahmen einer Fettstoffwechselstörung auf, die sich mit einer Diät oder medikamentös behandeln lässt.

Pickel an Hals und Kinn

Pusteln auf dem Kinn, im Kieferbereich sowie dem Hals können ein Zeichen für eine Hormonstörung sein. Oft steckt dahinter eine erhöhte Konzentration an Prolaktin oder männlichen Hormonen (Androgenen). Vom sog. PCO-Syndrom (Syndrom der polyzystischen Ovarien) sind etwa 5 bis 10 % der Frauen in Mitteleuropa betroffen. Dabei handelt es sich um eine der häufigsten endokrinen Störungen im fortpflanzungsfähigen Alter.


Pusteln auf dem Kinn, im Kieferbereich sowie dem Hals können ein Zeichen für eine Hormonstörung sein. (Bild: © Tharakorn - shutterstock.com)

Pusteln auf dem Kinn, im Kieferbereich sowie dem Hals können ein Zeichen für eine Hormonstörung sein. (Bild: © Tharakorn – shutterstock.com)


Belag auf Zunge

Sieht die Zunge aus, als hätte man soeben Milch getrunken, kann das ein Hinweis auf Anämie sein. Treten dazu noch eine blasse Gesichtshaut auf und schnelle Ermüdung, liegt der Verdacht nahe, dass ein Eisenmangel vorliegt. Mit einer Ernährungsumstellung, die reich an Fleisch und Lebensmitteln mit hohem Vitamin-C-Gehalt ist, kann man einen leichten Mangel ausgleichen. In schwereren Fällen verschreibt der Arzt Eisentabletten.

Gesichtsrötung

Rötungen im Gesicht werden häufig durch Stress oder Hitze verursacht, können jedoch in einigen Fällen auf Bluthochdruck hinweisen. Jeder vierte Schweizer leidet an einem zu hohen Blutdruck – viele davon wissen nichts von ihren kritischen Werten. Bei länger anhaltender roter Gesichtsfarbe sollte deshalb unbedingt eine ärztliche Untersuchung auf Bluthochdruck erfolgen.

Augenliderzucken

Oftmals wird das Zucken der Augenlider auf Übermüdung und Stress geschoben, häufiger als gedacht jedoch steckt ein Magnesiummangel dahinter. Fehlt es dem Körper an diesem essenziellen Mineralstoff, wird die Kommunikation zwischen Nerv und Muskel beeinträchtigt, weshalb es schliesslich zu Zuckungen kommt. Kurzfristig können Magnesiumpräparate eine sinnvolle Nahrungsergänzung darstellen, langfristig sollte jedoch eine Ernährung stattfinden, die dem Körper ausreichend Magnesium zuführt.



Augenringe

Zwar sind Schlafmangel und Alkohol die häufigsten Ursachen für Augenringe, in einigen Fällen können bläuliche Verfärbungen unter den Augen jedoch ein Indiz für ein Nierenleiden sein. Auf Basis eines Harntests kann der Arzt ausschliessen, ob es sich um Krankheiten der Flüssigkeitsspeicherung handelt.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © Ruslan Guzov – shutterstock.com

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