Clevere Schlafzimmergestaltung für kleine Räume

07.07.2015 |  Von  |  Allgemein
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Clevere Schlafzimmergestaltung für kleine Räume
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Wie sieht dein Traum von der Schlafzimmergestaltung aus? Ein weitläufiger, stilvoll eingerichteter Raum mit grossem Bett, begehbarem Kleiderschrank und Ankleidebereich? Ein Traum, der nicht für jeden wahr wird. Zusätzliche Quadratmeter sind teuer und der Platz gerade im urbanen Raum begrenzt. Dafür bieten kleine, richtig eingerichtete Räume viel Gemütlichkeit. Und in kleinen Zimmern lässt sich ebenfalls viel unterbringen, denn der Platz ist da, du musst ihn nur finden.

Mit durchdachter Einrichtung und Designelementen wird aus deinem Minischlafzimmer eine behagliche Kuschelhöhle mit vielen funktionellen Feinheiten.

Der persönliche Stil bei der Schlafzimmergestaltung schafft Gemütlichkeit

Ein zusammengewürfelter Einrichtungsstil sorgt für Unruhe und ein Gefühl von Unordnung im Zimmer. Das kann bei grossen, weitläufigen Räumen sehr modern und stilvoll wirken, auf kleiner Fläche kann dieser Mix aber ein Gefühl von Beklemmung auslösen. Für kleine Schlafzimmer eignet sich daher ein einheitlicher Stil, den du mit vereinzelten Stilbrüchen gezielt auflockern kannst.

Farben und Holzarten aus einer Farbfamilie bei Wänden, Zimmerdecke, Böden und Möbeln wirken beruhigend auf den Betrachter und bringen Ordnung sowie eine klare Linie in die Schlafzimmergestaltung. Einzelne restaurierte Stücke vom Flohmarkt oder aus der Antikhandlung sowie aufeinander abgestimmte Dekoelemente aus einer anderen Farbgruppe sorgen dafür, dass der Stil insgesamt nicht zu langweilig wird. Mit zueinanderpassenden Farbnuancen, ähnlichen Holzarten und einer klaren Stilrichtung wird das kleine Schlafzimmer von der überfüllten, beengten Schlafkammer zum gemütlichen Ort der Erholung.


Für kleine Schlafzimmer eignet sich daher ein einheitlicher Stil. (Bild: zstock – shutterstock.com)

Für kleine Schlafzimmer eignet sich daher ein einheitlicher Stil. (Bild: zstock – shutterstock.com)


Welche Richtung darf es bei der Schlafzimmergestaltung sein?

  • Hast du bereits ein Lieblingsmöbelstück, an dessen Design du das gesamte Schlafzimmer ausrichten willst? Nutze es als Vorlage für die Auswahl der übrigen Stücke, indem du dich von Farben, Holzarten und Designelementen inspirieren lässt.
  • Hast du Bilder, eine Lieblingsmoderichtung oder eine grosse Schmucksammlung, die du in deinem Schlafzimmer in den Mittelpunkt stellen möchtest? Die Moderichtung, aus der du die meisten Stücke besitzt, kann dir als Inspiration für die Schlafzimmergestaltung dienen.

Gemütlichkeit und Funktionalität vereint – Möbel richtig anordnen

Das Bett ist das wesentliche Möbelstück im Schlafzimmer. Wer den Raum getrennt von anderen Räumen nur zum Schlafen, Anziehen und gegebenenfalls Schminken benutzt, kann es deshalb ruhig als zentrales Möbelstück im Raum präsentieren. Ein geeigneter Platz ist eine freie Wand, an der du das Kopfende platzierst. Wer allein wohnt, kann bei sehr begrenztem Platz eine Bettseite ganz an die Wand rücken. Für Paare ist es schön, wenn beide Partner an ihrer Bettseite ein wenig Platz haben oder zumindest der Einstieg von einer Seite sowie der Rückseite möglich ist. Bei der Wahl des Bettes stehen bei der Schlafzimmergestaltung Schlafkomfort und Schlafgesundheit an oberster Stelle. Der Raum und seine Möbel sollten vor allem der Erholung und Entspannung dienen. Wähle niemals ein Bett nur aufgrund der Optik aus, in die meisten Schlafzimmer verirren sich nur selten Besucher, die dein Einrichtungstalent bewerten.

Kleidung, Handtücher, Bettwäsche und Schuhe, die du jeden Tag oder mehrmals pro Woche benutzt, solltest du leicht zugänglich in Kommoden, Regalen und dem Kleiderschrank unterbringen. Halte davor genügend Platz frei, um Schubladen ganz ausziehen und Schranktüren weit öffnen zu können. Schwer erreichbarer Stauraum macht es umständlich, Ordnung zu halten, schnell bleibt einmal etwas für mehrere Tage liegen. Und: Unordnung ist der grösste Feind kleiner Räume, denn sie wirken schnell vollgestopft und unaufgeräumt. Bettkästen, Kisten und Truhen sind daher eher für saisonale Kleidung, ungenutzte Kissen oder Gästebettdecken geeignet. Berücksichtige dies bei der Schlafzimmergestaltung und plane leichter und schwerer zugängliche Bereiche ein.

Wer sich auch im Schlafzimmer schminkt, sollte bei der Schlafzimmergestaltung den Frisiertisch samt Spiegel frontal vor einem Fenster oder einer starken Wandleuchte aufstellen. So ist dein Gesicht beim Schminken direkt und ausreichend ausgeleuchtet und du kannst alles gut erkennen. Schminktische sollten mit ausreichend Schubladen bestückt sein, damit du die meisten deiner Schönheitsutensilien darin verstauen kannst. Auf dem Tisch selbst sollten nur einige ständig benötigte Dinge, ein Spiegel sowie deine Dekorationen stehen, damit der Bereich ruhiger wirkt und das Staubwischen leicht fällt. Lidschatten und Puder krümeln bei jeder Anwendung ein wenig, der Schminktisch braucht deshalb häufiger eine Behandlung mit dem Wischtuch als andere Möbel im Schlafzimmer.



Platzsparende Möbelstücke und raffinierte Aufbewahrungsideen

Kleine Details bei der Schlafzimmergestaltung können jede Menge Stauraum schaffen. Türhaken für Handtaschen, Schals oder Jacken sind bei geöffneter Tür und von aussen nicht zu sehen und bieten Platz für alles, was griffbereit aufgehängt werden soll. Ebenfalls unauffällig an der Tür unterbringen kannst du Schuhtaschen mit einzelnen Fächern, in denen fast so viele Paare Platz finden wie in einem Schrank oder Regal. Die Türhänger für Schuhe sind aus festem Stoff gemacht, der an Haken befestigt wird, die du über die Tür hängen kannst.

Klobige Stühle mit grossen Sitzflächen sowie Rücken- und Armlehnen sind zwar zum Sitzen sehr bequem, nehmen aber zu viel Platz weg. Da man im Schlafzimmer selten lange sitzt, reichen kleine Hocker aus. Sie lassen sich unter Schmink- oder Beistelltischen verstauen, wenn sie nicht benötigt werden, und nehmen weniger Raum ein als Stühle und Sessel. Modelle mit gepolsterten Deckeln als Sitzfläche sind gleichzeitig geräumige Aufbewahrungskisten. Daneben dienen sie als Ablage, Sitzgelegenheit oder als Hocker für den Frisiertisch. Wer alle Möbelstücke seiner Schlafzimmergestaltung anpassen möchte, kann den Hocker passend zu Kissen, Gardinen oder Teppichen neu beziehen lassen.

Toten Raum als Stauraum nutzen

Unordnung unter dem Bett? Stauraumbetten mit Regalfächern oder Schubladenkästen schaffen Platz für Bücher, saisonale Kleidung, Bettwäsche oder Schuhe. Erhältlich sind normal hohe Modelle mit einer Reihe Schubladen oder extra hohe Betten mit mehreren Schubladen, Regalfächern oder sogar kleinen Schränkchen. Wer für die Schlafzimmergestaltung nicht extra ein neues Bett anschaffen möchte, kann zusätzliche Bettkästen besorgen, in denen alles ordentlich und staubfrei aufgehoben werden kann.

Wem das noch nicht genug ist, für den ist womöglich ein Hochbett eine gute Idee. Unter dem Bett auf Stelzen entsteht viel zusätzlicher Platz, der sich kreativ nutzen lässt. Mit einem Vorhang als Raumtrenner, Regalen und Kleiderstangen entsteht unter dem Bett ein begehbarer Kleiderschrank, mit einem Tisch, Spiegel, Lampen und Hocker ein Frisiertisch oder mit Regalen, einer Stehlampe und einem gemütlichen Sessel eine Leseecke.

Aufsätze für den Kleiderschrank nutzen den Platz unter der Zimmerdecke perfekt aus und bieten viel zusätzlichen Stauraum für Winterjacken, Decken, Schuhe oder Hobbykleidung. Achte beim Schrankkauf auf Modelle mit separat erhältlichen Aufsätzen oder wähle einen Kleiderschrank, der bis unter die Decke reicht. Schränke und Regale sind als unterschiedlich hohe Module für die Nutzung unter Dachschrägen erhältlich, ein genau passendes Möbelstück fertigen Schreiner nach Mass. Für die Schlafzimmergestaltung bei niedrigem Budget sind dekorative Kisten und Kartons mit Deckel super, die du auf den Schrank stellst oder mit denen du toten Raum unter Dachschrägen besser nutzt.

Auch bei der Wandaufbewahrung lässt sich die gesamte Höhe des Raumes nutzen. Wandregale bieten Platz für Bücher, Bilder, Vasen und Dekorationen, besonders in Räumen mit hohen Decken kannst du damit Wandfläche ideal nutzen. Wandschränke mit niedriger Höhe kannst du direkt unter der Decke aufhängen, sodass du noch darunter herlaufen kannst und sie am Boden keinen Platz wegnehmen. Darunter kannst du eine Garderobe aus Wandhaken, den Kopfteil des Bettes, eine Kommode oder deinen Schminktisch platzieren, um ein ausbalanciertes Gesamtbild bei der Schlafzimmergestaltung zu erhalten.


Stauraumbett mit Regalfächern (Bild: jan1982 – shutterstock.com)

Stauraumbett mit Regalfächern (Bild: jan1982 – shutterstock.com)


Schuhe und Accessoires platzsparend und dekorativ unterbringen

Wenn der Kleiderschrank nicht mehr ausreicht, um deine Handtaschen und Schuhe unterzubringen, mache deine Lieblingsteile zu Ausstellungsstücken. Jeden Tag tragen kannst du sie eh nicht alle, so kannst du sie wenigstens jeden Tag sehen und bewundern. Schränke und Regale mit geringer Tiefe sind ideal, um Handtaschen, Schuhe, Hüte und Accessoires zu verstauen. Platziere sie bei der Schlafzimmergestaltung an freie Wände neben dem Schrank oder Bett oder in Ecken. Regale mit geringer Tiefe ragen nicht weit in den Raum hinein und bieten für Handtaschen und Schuhe gerade genügend Platz, um diese stehend zu lagern.

Lange Ketten und Tücher kannst du mit Haken an den Innenseiten deiner Schranktüren aufhängen. Ohrstecker und -hänger kannst du in einen Bilderrahmen hängen, in den du entweder Haken schraubst oder dessen Innenteil du mit Stoff bespannst, in den du den Schmuck einhakst. Je nach Geschmack kannst du einen so präparierten Rahmen entweder aufhängen oder auf Schminktisch oder Kommode platzieren.


Schuhe und Accessoires können platzsparend und dekorativ untergebracht werden. (Bild: Iulian Valentin – shutterstock.com)

Schuhe und Accessoires können platzsparend und dekorativ untergebracht werden. (Bild: Iulian Valentin – shutterstock.com)


Kleine Schränke und Kommoden sinnvoll nutzen

Schubladen und Schränke voll und trotzdem noch nicht die gesamte Kleidung untergebracht? Da muss bei der Schlafzimmergestaltung nicht direkt ein grösserer Kleiderschrank her; vielleicht gibt es noch versteckten Platz, von dem du noch gar nichts wusstest. Extrem verschwenderisch ist es zum Beispiel, viele Klamotten an der Kleiderstange des Schrankes aufzuhängen – auch bei Raumsparbügeln. Hänge nur Kleidung auf, die gefaltet verknittern würde, wie Blazer, Kleider oder Blusen.

Shirts und Tops aus Baumwolle oder Kunstfaser, Jeanshosen, Chinos und Sweatshirts kannst du platzsparend und knitterarm in Schubladen lagern. Falte sie dazu zu einem kleinen Päckchen in der Grösse von zwei bis drei Tafeln Schokolade und stelle die Bündel hintereinander aufrecht in die Schublade. Du wirst staunen, wie viel in eine Schublade passt. Viel mehr als an die Kleiderstange oder ins Schrankfach. Zudem bleiben alle so aufbewahrten Kleidungsstücke faltenfrei, während sie im Schrankfach verknittern und zerknüllt nach hinten rutschen. Sind alle Tops und Hosen gefaltet verstaut, passt wieder deutlich mehr in die Fächer und an die Kleiderstange des Schranks. Der Trick funktioniert übrigens auch mit Unterhemden, Slips, Pyjamas, Sportsachen und Leggings.



Begehbarer Kleiderschrank auf beengtem Raum? Das ist möglich!

Es klingt unglaublich: Ein extra Raum oder ein riesiges Schlafzimmer sind für einen abgeteilten Ankleidebereich oder begehbaren Kleiderschrank nicht nötig. Mit einem einfachen Trick bei der Schlafzimmergestaltung lässt sich die abgetrennte Ankleide schon in mittelgrossen Räumen unterbringen. Als Raumteiler dienen dabei der Kleiderschrank oder Regale, die mit dem Rückenteil zum Raum die Wand des begehbaren Kleiderschranks bilden.

Begehbaren Kleiderschrank in den Raum integrieren – so geht’s:

  1. Den Raum vermessen und massstabsgetreu aufzeichnen, die gewünschten Möbel samt der neuen Ankleide anordnen und einzeichnen. So stolperst du später nicht über böse Planungsfehler – wie ein Bett, das nicht mehr in den Raum passt. Im abgeteilten Raum sollte genügend Platz sein, dass du Schranktüren und Schubladen bequem öffnen kannst.
  1. Den Kleiderschrank oder die Regale am geplanten Platz mit dem Rücken zum eigentlichen Raum aufstellen, die Rückwand mit Rigips oder Holzplatten verkleiden und nach Wunsch tapezieren oder streichen. Bei stabilen Platten kannst du hier sogar Wandregale oder Lampen anbringen.
  1. Das Bett mit dem Kopfteil vor die fertig tapezierte und gestrichene Wand stellen, Beistelltische und den restlichen Teil der Schlafzimmergestaltung aufbauen und anordnen.
  1. Im begehbaren Schrank mit Kleiderstangen, Regalen und Kommoden für ausreichend Stauraum sorgen. Idealerweise ist die Einrichtung des Kleiderschranks vom Zimmer aus nicht zu sehen, das wirkt ordentlicher.


Extratipps für die Einrichtung kleiner Räume:

  • Lieber hohe und schmale Möbelstücke wählen, damit viel Bodenfläche frei bleibt und der Raum nicht vollgestellt wirkt.
  • Helle Farben von Möbeln, Gardinen und bei der Wandgestaltung lassen das Schlafzimmer grösser und weiter erscheinen.
  • Gib jedem einzelnen Ding einen Platz, an den du es immer zurückräumst. Das hält das Schlafzimmer ordentlich und du nutzt Platz besser aus.
  • Wenn du regelmässig entrümpelst, abgetragene oder nicht mehr passende Kleidung aussortierst und ungeliebte Gegenstände verschenkst oder spendest, brauchst du weniger Platz in Schränken und Kommoden. Vielleicht kommst du irgendwann sogar mit weniger Möbeln aus.
  • Multifunktionale Möbel und Einrichtungsgegenstände sparen Platz und Geld; plane deshalb bei der Schlafzimmergestaltung nur neue Möbel ein, die mehrere Zwecke erfüllen. Zum Beispiel stapelbare Hocker, die sich auch als Beistelltisch oder Kiste eignen oder Kommoden mit aufklappbarem Deckel, die auch als Frisier- oder Schreibtisch dienen.

Der auf den ersten Blick begrenzte Platz in kleinen Räumen hat auf den zweiten Blick viel Potenzial für eine stilvolle und gemütliche Schlafzimmergestaltung. Stauraum entsteht, wenn du toten Raum nutzt, Möbelstücke mit mehreren Funktionen anschaffst und clevere Aufbewahrungstricks nutzt.

 

Oberstes Bild: © AnnaTamila – shutterstock.com

Über Maria Wildt

Maria Wildt ist Agraringenieurin und Beautybloggerin der ersten Stunde. Beauty, Lifestyle, Natur, Umwelt und Wissenschaften sind daher ihre liebsten Themen. Seit 2007 ist sie Bloggerin, seit 2013 freiberufliche Onlineredakteurin und Texterin.


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