Cellulite: Kaschieren statt operieren

04.08.2017 |  Von  |  Figur
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Cellulite: Kaschieren statt operieren
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Alle Frauen hassen sie, doch beinahe jede bekommt sie früher oder später: die Orangenhaut. Man kann etwas dagegen tun, vollständig zurückbilden wird sie sich aber allenfalls mit einer Laser-OP. Die Alternative: Make-up und kleine Tricks machen Cellulite fast unsichtbar.

Der tägliche Griff zu Make-up und Wimperntusche ist für viele Frauen selbstverständlich. Selbst die schönsten Frauen schminken sich, um ihrem Gesicht Perfektion zu verleihen. Machen wir es doch bei den Beinen genauso: Cellulite tritt hauptsächlich am Po und an den Oberschenkeln auf, kann sich jedoch über die Knie bis zu den Unterschenkeln ausbreiten. Unsere Beine sind nicht perfekt – verschönern wir sie!

So kaschieren Sie Dellen und Beulen an den Beinen


Feinstrumpfhosen kaschieren hervorragend die Orangenhaut. (Bild: Robert Przybysz – shutterstock.com)

Feinstrumpfhosen kaschieren hervorragend die Orangenhaut. (Bild: Robert Przybysz – shutterstock.com)


  1. Mein erster Tipp klingt profan, zaubert aber sofort schönere Beine: Tragen Sie eine Feinstrumpfhose. In Sekunden verschwinden neben der Orangenhaut auch Besenreiser, kleine Narben und Rötungen. Modelle mit Stützfunktion optimieren die Silhouette der Beine zusätzlich. Für heisse Tage hält der Handel hauchzarte Sommerstrumpfhosen mit einer Garnstärke von 5 bis 10 DEN bereit, die sogar leicht kühlen, da die Oberschenkel nicht aneinander reiben wie bei nackten Beinen. Fast unsichtbar und passend zur Sommerbräune sind Modelle mit Bronze-Effekt.
  1. Nicht jede Frau trägt gern Strumpfhosen. Beim Schwimmen oder Sonnenbaden kommen sie ohnehin nicht infrage. Eine gute Alternative bietet wasserfeste, getönte Camouflage für den Körper mit hoher Deckkraft. Sie können dieses Spezial-Make-up zudem für Arme, Brüste oder Bauch verwenden, die ebenfalls zur Bildung von Orangenhaut neigen. Wenn Sie kein fertiges Make-up in Ihrem Hautton bekommen, verwenden Sie zwei Farben oder lassen Sie sich ein individuelles Produkt im Wunschton abmischen. Diesen Service bieten beispielsweise Kosmetikstudios und diverse Onlinehändler an.
  1. Bei blasser Haut fallen Mankos besonders stark auf. Auf leicht gebräunten Beinen hingegen sind kleine Knoten, Dellen und Schrammen kaum noch zu sehen. Legen Sie sich jedoch keinesfalls stundenlang in die Sonne oder ins Solarium – das würde die Cellulite nur verstärken. Kurze Sonnenbäder genügen normalerweise für eine schöne Farbe, auch der Aufenthalt im Schatten bräunt die Haut nach einiger Zeit. Bitte Sonnencreme nicht vergessen! Frauen mit sehr heller Haut sollten keinen Sonnenbrand riskieren, sondern zu einem hochwertigen Selbstbräuner greifen.
  1. Zusätzlich können Sie mit einem Glanzspray wunderbar von Orangenhaut ablenken. Der zarte Schimmer auf der Haut reflektiert das Licht und lässt kleine Makel optisch verschwinden.
  1. Achten Sie darauf, dass Ihre Beine schön glatt sind: Machen Sie regelmässig ein Peeling und entfernen Sie sorgfältig alle Haare an den Beinen. Es spielt keine so grosse Rolle, ob Sie lieber Rasierer, Epilierer, Wachs, Zuckerpaste oder Haarentfernungscreme benutzen. Vielmehr kommt es darauf an, auch helle und feine Haare nicht zu übersehen. Sofern Sie epilieren, empfehle ich Ihnen, anschliessend mit dem Rasierer noch einmal über die Haut zu fahren. Der Epilierer kann ganz kurze Haare nämlich nicht erfassen.


Das können Sie ausserdem gegen Orangenhaut tun

Sport hat sich als eine der wirksamsten Methoden erwiesen, um der Cellulite gegenzusteuern. Regelmässige Bewegung erhöht die Muskelmasse, verbessert die Durchblutung, bringt den Stoffwechsel in Schwung und unterstützt den Fettabbau.

Ein spezielles Muskelaufbauprogramm mit Fokus auf Problemzonen kann die Orangenhaut nachhaltig glätten, vollständig zurückbilden wird sie sich aber nicht. Radfahren, Laufen, Nordic Walking und Schwimmen sind ebenfalls ideale Sportarten, um das Problem anzugehen. Fitnesstrainer empfehlen, dreimal wöchentlich jeweils 30 Minuten zu trainieren. Das Wichtigste ist aber, dass Sie sich überhaupt regelmässig bewegen, selbst wenn es nur Spaziergänge sind.


Ein Muskelaufbauprogramm kann die Orangenhaut nachhaltig glätten. (Bild: Maridav – shuuterstock.com)

Ein Muskelaufbauprogramm kann die Orangenhaut nachhaltig glätten. (Bild: Maridav – shuuterstock.com)


Wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, kann die Ausprägung der Orangenhaut enorm mildern. Konkret bedeutet das, auf fettiges Essen, Alkohol, Weissmehlprodukte und Schokolade möglichst zu verzichten. Diese Nahrungsmittel schwächen das Bindegewebe, enthalten kaum Nährstoffe und lassen uns schnell zunehmen. Gelegentliche Sünden sind selbstverständlich erlaubt.

Greifen Sie zu bei fettarmem Geflügel, Fisch, Gemüse und Obst. Eine ausgewogene Ernährung stellt gleichzeitig die Versorgung mit Vitalstoffen sicher, die den Kollagenaufbau im Bindegewebe fördern. Dazu gehört beispielsweise Vitamin C.

Ebenso wichtig wie das Essen: ausreichend trinken. Wasser polstert die Haut von innen auf, schwemmt Schadstoffe aus und hält den Stoffwechsel in Gang. Zwei Liter täglich sollten es mindestens sein. Wenn Sie pures Wasser nicht mögen, greifen Sie zu verdünnten Fruchtsäften oder Tee.

Nikotin ist bekanntlich Gift für den Körper. Und Orangenhaut verschlimmert sich ebenfalls mit dem regelmässigen Griff zur Zigarette. Falls Sie rauchen, versuchen Sie damit aufzuhören, auch wenn es anfangs schwerfällt. Die leichten körperlichen Entzugserscheinungen hören nach wenigen Tagen auf, alles andere ist eine reine Kopfsache. Das schaffen Sie!

Viele Frauen berichten, dass diverse teure Cremes und Mittelchen hervorragende Ergebnisse brächten. Die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe liess sich bislang aber nicht gesichert nachweisen, obwohl solche Produkte die Haut natürlich mit viel Feuchtigkeit versorgen. Grösseren Einfluss dürften die intensiven Massagen haben, mit denen diese Cremes aufgetragen werden. Sie fördern die Durchblutung und den Abtransport eingelagerten Wassers. Diese Effekte können Sie noch verstärken, indem Sie betroffene Stellen mit Bürsten oder speziellen Rollern massieren.

Wechselduschen aktivieren ebenfalls die Durchblutung; nebenbei lassen sie am Morgen die Müdigkeit schnell verschwinden.


Anti-Cellulite-Behandlung (Bild: Goran Bogicevic – shutterstock.com)

Anti-Cellulite-Behandlung (Bild: Goran Bogicevic – shutterstock.com)


Wie entsteht Orangenhaut?

Von Natur aus enthält das Bindegewebe von Frauen mehr Fett und ist weicher als das von Männern. Das muss so sein, damit sich bei der Geburt das Gewebe weit genug dehnen kann. Im Laufe der Jahre baut aber die Muskulatur ab. Die Fasern drücken sich durch das Gewebe und ziehen die Haut nach innen. Dadurch bilden sich die typischen Dellen. Dazwischen wölbt sich das Fettgewölbe nach aussen und kleine Beulen entstehen.

Fachärzte unterscheiden vier Stadien der Cellulite:

  1. Die Orangenhaut ist nur sichtbar, wenn man die Haut mit den Händen zusammenschiebt.
  2. Sie ist bereits beim Anspannen der Muskulatur sichtbar.
  3. Sie ist immer zu sehen.
  4. Es bilden sich zusätzlich deutlich fühl- und sichtbare knotige Verhärtungen.

Cellulite ist keine reine Alterserscheinung. Bei Frauen mit einem schwachen Bindegewebe zeigen sich erste Zeichen schon in jungen Jahren. Diese Bindegewebsschwäche ist genetisch festgelegt und vererbt sich auf die folgende Generation. Wenn die Mutter bereits mit Anfang 20 Orangenhaut hatte, verhält es sich bei den Töchtern in der Regel genauso.

Die genannten und weitere Faktoren, welche die Cellulite-Bildung begünstigen, kommen hinzu: Übergewicht, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, zu viel Sonne, Stress, Schlafmangel. Mit fortgeschrittenem Alter aber trifft es fast jede Frau: 80 bis 90 % bekommen Orangenhaut.



Zum Schluss ein kleiner Trost: Ob Scarlett Johansson, Jennifer Lopez oder Cameron Diaz – von Cellulite bleiben auch Stars nicht verschont. Also kein Grund, sich deshalb verrückt zu machen!

 

Artikelbild: © Valua Vitaly – shutterstock.com

Über Andrea Durst

Ich bin selbstständige Texterin und liebe an meinem Beruf die Abwechslung bei der Umsetzung unterschiedlicher Kundenwünsche. Auch die persönliche Freiheit spielt eine grosse Rolle: Arbeiten zu jeder beliebigen Zeit und an jedem Ort, natürlich immer im Rahmen der Abgabetermine. Für die Belmedia-Portale schreibe ich sehr gern, da die Autoren Themen wählen können, die sie persönlich am meisten interessieren. In meinem Fall sind das Tiere und Tierschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit, Ernährung, Pflanzen und Naturkosmetik.


1 Kommentar


  1. Interessanter Artikel aber meine Cellulite möchte ich nicht kaschieren sondern loswerden. Ich habe leider eine Genetik die bei mir und meiner Schwester schon sehr früh mit Orangenhaut konfrontiert wurden. Da ich etwas oder besser gesagt viel dagegen gemacht habe und meine Schwester nicht. Kann ich den unterschied und die Wirksamkeit deutlich sehen. Vor allem Sport wirkt super. Gezielte Übungen wie Schwimmen und Kniebeugen helfen enorm gegen Dellen. Aber das über Jahre hinweg! Dazu Massagen Massagen und nochmals Massagen das wirkt extrem gut gegen Cellulite. Dazu braucht es natürlich die richtigen Öle wie Papayakernöl, algenöl oder Sojaöl. Die kann man alle ganz einfach kaufen. Ansonsten habe ich die besten Erfahrungen mit dem Eben Anti Cellulite Massageöl gemacht. Aber auch hier gilt, dran bleiben! Mittlerweile habe ich weniger Orangenhaut als damals mit 20 und ich bin heute über 40ig. Ich bin mittlerweile so zusagen Expertin geworden und weiss das egal was man macht gegen Cellulite, wichtig ist es dran zu bleiben. So etwas verschwindet nicht über Nacht.

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