Bräunen ist gut, schützen ist besser

07.05.2016 |  Von  |  Hautpflege
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Bräunen ist gut, schützen ist besser
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Sonnenanbeter betrifft es eher als Sonnenmuffel:  UV-Strahlung ist immer Stress für die Haut und lässt sie altern.  Angesagt sind daher stets Sonnenschirm, Sonnenschutz und Après Sun: So lässt sichi  das Sonnenvitamin Calciol beziehungsweise Vitamin D unbesorgt tanken.

Damit die Haut – immerhin das grösste Organ unseres Körpers – unbeschadet durch den Sommer kommt, heisst es nach dem Sonnenschutz auch die Hautpflege danach nicht zu vernachlässigen.

UV-Strahlen:  Risiken und Nebenwirkungen

Im Gegensatz zu den langwelligen Infrarotstrahlen, die für den Wärmeeffekt verantwortlich sind, sind es die kurzwelligen UV-Strahlen, die besonders schädlich für die Haut sind: UV A-Strahlen dringen tief in die Hautschichten ein, bewirken eine kurzzeitige Bräunung und führen zu vorzeitiger Hautalterung, indem sie das Kollagen schädigen: Die Haut verliert an Elastizität.

Zwar ist UV A-Licht wenig erythem, erzeugt also selten Sonnenbrand, kann jedoch allergische Reaktionen hervorrufen und erhöht das Hautkrebsrisiko. UV B-Licht bewirkt hingegen eine langsamere und auch anhaltende Bräunung, hat aber einen starken erythemen Effekt. UV C-Strahlen sind von allen drei UV-Strahlen die „harmlosesten“, da sie erst gar nicht bis zur Erdoberfläche gelangen.

Das Sonnenbrand-Risiko richtet sich jedoch nicht nur nach dem sogenannten UV-Index, der angibt, wie gefährlich die Sonneneinstrahlung am Tag ist, sondern auch nach dem jeweiligen Hauttyp.

Priorität für Prävention

Prävention hat auch beim Thema Sonne oberste Priorität: In puncto Sonnenschutz unterscheidet man zwischen sechs Hauttypen, deren Eigenschutzzeit nach Empfindlichkeit der Haut definiert wird:

Merkmal I II III IV V VI
Haarfarbe mit Rotstich blond brünett schwarz schwarz schwarz
Augenfarbe hellblau blau, grün braun, grau dunkelbraun schwarz schwarz
Sommersprossen sehr viele viele wenige keine keine keine
Hautfarbe ungebräunt sehr hell hell mittel dunkel dunkel bis hellbraun dunkelbraun bis schwarz
Sonnenbrand sehr schnell schnell selten kaum kaum praktisch nie
Bräunungsgrad nie braun leicht gebräunt mittel gebräunt stark gebräunt stark gebräunt schnelle Bräunung bis dunkelbraun
Eigenschutzzeit 5 bis 10 min 10 bis 20 min 20 bis 30 min 30 bis 40 min bis 90 min bis 90 min
LSF 40 bis 50+ 25 bis 40 25 10 bis 20 4 bis 8 2 bis 4

Après Sun-Produkte – was bringt das?

Jede Form von UV-Exposition stellt einen Stressfaktor für die Haut dar, denn die Sonne entzieht ihr Feuchtigkeit. Aus diesem Grund spannt die Haut nach einem Sonnenbad und fühlt sich trocken und spröde an. Oft kommt es darüber hinaus zu Rötungen an den sonnenexponierten Stellen. Durch Wasserkontakt verstärkt sich der Effekt sogar, denn das erfrischende Bad im kühlen Nass entfettet die Haut leider auch gleichzeitig.

Aus diesem Grund sollte sie nach jedem längeren Sonnenbad und Wasserkontakt mit der entsprechenden Pflege behandelt werden. Höchste Zeit für die Multi-Talente in Sachen Sonnenkosmetik: Après Sun- oder auch After Sun-Produkte bieten schnelle Soforthilfe für sonnenbeanspruchte Haut. Sie beruhigen, kühlen, versorgen die Haut mit Feuchtigkeit, unterstützen sie darin, sich zu regenerieren und können sogar die Bräune verlängern.

Eine milde Reinigung bildet die Basis, um den Körper von Schweiss, Resten von Sonnenschutzmitteln, Chlor- oder Salzwasser und Sand zu befreien. Hierfür gibt es spezielle After Sun-Duschgele, die die Haut bereits während der Reinigung mit Feuchtigkeit versorgen und sie vor dem Austrocknen schützen.

Bei den Après Sun-Lotionen und -cremes handelt es sich meist um Öl-in-Wasser-Emulsionen, die einen höheren Feuchtigkeits- als Fettanteil besitzen und dadurch genau auf die Bedürfnisse sonnenexponierter Haut abgestimmt sind. Beim Eincremen zieht die Feuchtigkeit in die ausgetrocknete Haut ein und sorgt beim Verdunsten für einen angenehmen Cooling-Effekt. Die Haut wird gleichzeitig hydratisiert und geschützt. Die Texturen reichen dabei vom Spray über Fluid und Gel sowie vom Balsam über Lotion und Creme.

Oft haben einzelne Präparate Zusatzeffekte, wie das schnelle Abklingen von Rötungen oder einen mattierenden Effekt für das Gesicht. Einige Produkte sind auch leicht parfümiert, meist in sommerlichen Noten wie Kokos oder Tiaré, und rufen damit letzte Urlaubs- und Sommererinnerungen ins Gedächtnis.

In einigen Produkten ist darüber hinaus Selbstbräuner enthalten, um den Grad der Bräunung zu vertiefen und erhalten. Mit Schimmerpartikeln angereicherte Produkte schenken gebräunter Haut eine besondere Ausstrahlung.


Après Sun- oder auch After Sun-Produkte bieten schnelle Soforthilfe für sonnenbeanspruchte Haut. (Bild: AXL – Shutterstock.com)

Après Sun- oder auch After Sun-Produkte bieten schnelle Soforthilfe für sonnenbeanspruchte Haut. (Bild: AXL – Shutterstock.com)


Wenn innere Werte zählen

Im Gegensatz zu herkömmlichen Bodylotions enthalten After Sun-Produkte häufig Inhaltsstoffe, die ideal auf die Bedürfnisse der Haut nach dem Sonnenbad abgestimmt sind. So ist Aloe Vera beispielsweise reich an Vitaminen, Mineralsalzen, Aminosäuren sowie Enzymen und wird aufgrund seiner kühlenden Wirkung nicht nur in der Sonnenkosmetik verwendet, sondern auch bei Insektenstichen, Schnittwunden und Hautausschlägen.

Hamamelis heilt leichtere Entzündungen, ebenfalls reizlindernd wirkt Panthenol, das im Körper zu Vitamin B5 umgewandelt wird und den Heilungsprozess beschleunigen kann.

Bisabolol, aus dem ätherischen Öl der Kamille, ist nahezu prädestiniert für die Après Sun-Pflege, da es antiseptisch wirkt, dabei aber extrem hautfreundlich ist und empfindliche und strapazierte Haut sofort beruhigt.

Der pflanzliche Wirkstoff Allantoin fördert die Zellerneuerung und Regeneration von geschädigtem Gewebe und verfügt darüber hinaus auch über hautberuhigende Eigenschaften.

Pflegende Öle wie Jojobaöl, die reich an Fettsäuren sind, schützen die Haut vor dem Austrocknen, versorgen sie intensiv mit Feuchtigkeit und machen sie geschmeidig.

Jojobaöl dringt schnell in die Haut ein und hinterlässt keinen Ölfilm. Zudem ist es entzündungshemmend und beruhigend und eignet sich dadurch für jeden Hauttyp.

Glycerin ist ein farb- und geruchloser, dreiwertiger Alkohol, der hygroskopisch ist: Es speichert Feuchtigkeit in der Hornschicht und fördert die Wasserbindung zwischen den Zellen.

Sonnenbrand: die Symptome

Um den gewünschten Effekt der perfekten Bräunung zu erreichen, legen sich viele Menschen in die pralle Sonne, in dem Irrglauben, so die maximale Wirkung zu erreichen. Dies ist jedoch grob fahrlässig und falsch, denn damit ist ein Sonnenbrand geradezu vorprogrammiert. Ist es doch einmal passiert, sind folgende drei Regeln unbedingt zu beachten: Kühlen, beruhigen, reparieren – denn bei einem Sonnenbrand handelt es sich im Grunde um eine Entzündung der Haut.

Nicht selten beschreiben Betroffene sich selbst als „rot wie ein Krebs“. Sonnenbrand wird in der Regel nach ca. drei bis zu 24 Stunden in Form einer Rötung der betroffenen Hautstelle sichtbar, die durch geweitete Blutgefässe hervorgerufen wird. Da der Körper nun mit allen Mitteln versucht, die betroffenen Hautzellen zu reparieren, wird die gerötete Stelle besser mit Nährstoffen und Zellen des Immunsystems versorgt. Zudem kommen oft Schwellungen und Schmerzen hinzu.

In seiner schwächsten Form zeigt sich Sonnenbrand als gerötete Stelle, im schlimmsten Fall kann es zu einer Verbrennung 3. Grades kommen, die weitgehende Zerstörungen der Haut mit sich bringt und im Krankenhaus behandelt werden muss. Blasenbildung entsteht hingegen bei Verbrennungen 2. Grades. Auch hier ist es ratsam, einen Dermatologen zu konsultieren.

Nach etwa 24 bis 36 Stunden erreicht ein Sonnenbrand seinen Höhepunkt, 48 bis 72 Stunden später klingt er langsam ab. Nach ein bis zwei Wochen ist er meist verschwunden. Hat sich die Haut nicht abgelöst, bleibt eine Bräunung zurück. Genschäden, die Hautkrebs verursachen können, entstehen jedoch schon bevor sich die Haut sichtbar rötet.



Ganz natürlich heilen

Ist gerade keine Sonnenkosmetik zur Hand, leisten auch einige Zutaten aus der Küche erste Hilfe bei sonnenstrapazierter Haut:
So kann z. B. der Saft der Aloepflanze auch pur auf die Haut aufgetragen werden.

Ein Milchbad regt die Zellregeneration an und stärkt die Abwehrfunktion. Zudem spendet es Feuchtigkeit und schützt damit den Säuremantel der Haut.

Also: Wer es nicht erwarten kann, braun zu werden, muss mit der richtigen Pflege und Befolgung einiger Hinweise keine Angst mehr haben, sich während der schönsten Zeit im Jahr die Finger zu verbrennen.

 

Artikel von: beautypress.de
Artikelbild: © Phovoir – Shutterstock.com

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