Auszeit vom Alltag – Fasten

27.01.2016 |  Von  |  Ernährung, Figur, Gesundheit
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Auszeit vom Alltag – Fasten
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Das Fasten hat eine lange religiöse Tradition. Im Christentum etwa erstreckt sich die Fastenzeit über mehrere Wochen vor Ostern. Heutzutage hat das Fasten nicht unbedingt einen religiösen Hintergrund. Menschen, die sich dafür entscheiden, wollen in erster Linie ihren Körper entgiften und entlasten.

Umfragen haben zum Beispiel ergeben, dass jeder Sechste das Fasten als willkommene Auszeit ansieht. Der Verzicht auf Essen wird dabei nicht als ungewöhnliche Selbsterfahrung empfunden, sondern eher als Befreiung für Körper und Seele.

Gesundheitsfördernde Wirkung

Fasten ist alles andere als eine neuzeitliche Erfindung: Anhänger der Auszeit vom Essen gab es schon im Altertum. Kein geringerer als Hippokrates selbst liess einst verlauten: „Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mässig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente!“ Er sollte recht behalten: Längst belegen zahlreiche Studien die positive Wirkung des Fastens. So kann der Verzicht auf Nahrung durch den umprogrammierten Stoffwechsel u. a. auch Beschwerden wie Neurodermitis, Rheuma und Arthrose lindern.

Verschiedene Fastenmethoden

Ist der Plan gefasst, eine Fastenkur durchzuführen, sollte die Wahl der Fastenart individuell mit dem Arzt abgestimmt werden:
Beim Fasten nach Buchinger handelt es sich wohl um die bekannteste Methode. Der deutsche Arzt gilt als Begründer des Heilfastens und linderte damit auch seine eigenen gesundheitlichen Beschwerden. Die Methode erlaubt neben Wasser und Tee auch Obst- oder Gemüsesäfte sowie Gemüsebrühe.

So wird der Körper auch während des Fastens mit wichtigen Nährstoffen versorgt.
Die F.-X.-Mayr-Kur oder Milch-Semmel-Kur, die nach dem österreichischen Naturheilarzt Franz Xaver Mayr benannt ist, verfolgt das primäre Ziel der Darmsanierung. Durch eine spezielle Ernährungsweise, die aus Brötchen und Milch besteht, wird der für den Stoffwechsel so wichtige Speichelfluss angeregt.

Die sogenannte Schrothkur besteht aus vier Elementen. Neben einer basischen Kost wird der Körper zudem mit Leinentüchern umwickelt, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Wachstum von Bakterien zu hemmen. Neben einem Bewegungsprogramm beinhaltet die Kur auch einen Wechsel aus Trink- und Trockentagen. Dies soll das körperliche Wohlbefinden steigern und den Entgiftungsprozess fördern.



Zum Abnehmen nicht geeignet

Wer jetzt aber hofft, mit dem Fasten schnell mal ein paar unliebsame Pfunde loszuwerden, der tritt hier wortwörtlich ins Fettnäpfchen: Wer danach nämlich wieder zu seinem gewohnten Essverhalten zurückkehrt, hat das verlorene Gewicht schneller wieder drauf, als ihm lieb ist. Der Grund: Beim Fasten fährt der Körper seinen Energie-Grundumsatz herunter. Anschliessend füllt er die Speicher aber schnell wieder auf – man spricht vom gefürchteten Jo-Jo-Effekt. Experten raten daher, im Fasten die Chance zum Einstieg in einen Umstieg zu sehen und seine Ernährung dauerhaft umzustellen.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © Eugenio Marongiu – shutterstock.com

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