Auf dem Weg zur Traumfigur? Ein Überblick über sinnvolle und sinnlose Diäten

27.04.2017 |  Von  |  Ernährung, Figur, Gesundheit
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Gewicht zu verlieren ist auf viele Arten möglich. Immer neue Diäten werden erfunden und beworben. Das Schwerste ist aber, das erreichte Gewicht nach der Diät auch zu halten. Wenn der gefürchtete Jo-Jo-Effekt eintritt, war die ganze Anstrengung umsonst.

Es gibt Menschen, die sind praktisch ihr Leben lang auf Diät. Ständig kämpfen sie mit ihren Pfunden und erzielen meist höchstens kurzfristige Resultate. Der langfristige Erfolg bleibt aus – doch genau an dem muss sich eine sinnvolle Diät messen lassen.

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Blitzdiäten – wenig hilfreich!

Es ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass vor allem sogenannte Blitzdiäten meist anschliessend das Gegenteil vom Erwünschten erreichen. Häufig sieht der charakteristische Ablauf folgendermassen aus: Während einer Diätphase von durchschnittlich einer bis vier Wochen geht das Abnehmen zügig voran.

Der Hunger lässt nach, die Stimmung steigt, und die Hoffnung wächst. Doch dann stagniert die Gewichtsabnahme plötzlich, und die Diät scheint nicht mehr zu funktionieren.

Wird das Programm dann abgebrochen – entweder aus Frust oder weil die empfohlene Dauer der Blitzdiät ohnehin erreicht ist, kommt es zum Jo-Jo-Effekt: Rasch ist der verloren geglaubte Speck wieder da – und vermehrt sich sogar noch.

Schliesslich liegt das Gewicht oft sogar über dem vor Beginn der Diät – und Betroffenen, die sich damit nicht abfinden möchten, bleibt nichts übrig, als erneut in die Runde zu steigen und die nächste Diät auszuprobieren.


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Ursachen des Jo-Jo-Effektes

Jede Art von Abspeckkur führt dazu, dass die Stoffwechselrate um etwa 15 bis 30 Prozent sinkt. Das setzt im Organismus ein uraltes Sparprogramm in Gang: Der Körper fühlt sich in akuter Not und stellt seinen Stoffwechsel um, so dass jegliche zugeführte Nahrung doppelt so gut verwertet wird wie sonst.

Er weiss nicht, was das Gehirn weiss – nämlich dass es nach wie vor genug Essen dort draussen gibt, dass der Hunger freiwillig ist und dass er auch noch nützen soll. Darf er nach der Diät, also nach der überstandenen Hungersnot, zur alten Ernährungsweise zurückkehren, entwickelt er jede Menge Appetit.

Selten ist Essen so befriedigend und schmackhaft wie nach einer stressigen Diät. Vor allem Dinge, die während dem Abspecken streng verboten waren, sind unwiderstehlich verführerisch und werden lustvoll und in Mengen verspeist.

Dabei steigt das Körpergewicht sofort wieder an. Wer dann ein schlechtes Gewissen bekommt und tageweise überhaupt nichts isst, erreicht damit keine Fettreduktion, sondern erhöht stattdessen das Risiko für eine hausgemachte Essstörung. Denn so wird der Körper auf einen Wechsel von Not und Heisshunger programmiert.

Fett, das der Körper für (über)lebenswichtig hält, wird mittels der sogenannten Alpha-2-Rezeptoren gehortet. Sie sitzen auf der Oberfläche von Fettzellen, deren Aufgabe darin besteht, Vorratsfett für harte Zeiten zu speichern. Typische Stellen dafür sind Männerbäuche und der Bauch, die Hüften und die Oberschenkel von Frauen.

Wird im Wechsel viel und sehr wenig gegessen, führt das zu einer vermehrten Bildung von Alpha-2-Rezeptoren. So kann der Körper während der Esszeiten verstärkt Fett einlagern, um in den Hungerzeiten zu überleben. So lernt der Stoffwechsel also nicht das Abnehmen, sondern trainiert vielmehr das rasche und nachhaltige Zunehmen.

Vergleich verschiedener Diätformen

Zu den klassischen Diätformen zählen Nährstoffdiäten, von denen einige sehr bekannt und gebräuchlich sind. Trotzdem sind nur wenige rundum empfehlenswert. Viele sind heftig umstritten, für manche Menschen sogar gefährlich, und trotzdem beliebt.

Fett-Eiweiss-Diäten

Zu den umstrittensten Diäten zählt die Atkins-Diät, die auf Fette und Eiweisse setzt und dafür Kohlenhydrate strikt reduziert. Viele finden diese Diätform sehr verlockend – immerhin erlaubt sie zum Frühstück Eier mit Speck, Steaks nach Wunsch zu Mittag, ein paar Frikadellen zwischendurch und eine üppige Fischmahlzeit mit viel Käse zum Abendessen.

Da fällt es nicht so schwer, auf Brot, Reis, Nudeln und Süssigkeiten zu verzichten und zusätzlich noch zwei Portionen Salat pro Tag zu verdrücken.


Die Herausforderung ist, das Gewicht nach dem Abnehmen zu halten. (Bild: © ESB Professional - shutterstock)

Die Herausforderung ist, das Gewicht nach dem Abnehmen zu halten. (Bild: © ESB Professional – shutterstock)


Ärzte und Ernährungswissenschaftler raten allerdings strikt von der Atkins-Diät ab, ebenso von verwandten Diätformen wie der Lutz-Diät, bei der Brot absolut tabu ist. Für Menschen mit Vorerkrankungen wie Gicht oder Diabetes sind Fett-Eiweiss-Diäten riskant, und auch für Gesunde sind sie nicht gesund. Sie taugen nicht zum Abnehmen und begünstigen Fehl- und Mangelernährungen.

Kohlenhydrat-Diäten

Diese Diätformen basieren auf Kohlenhydraten und Ballaststoffen. So sollten etwa 80 Prozent der Kalorien durch Kohlenhydrate abgedeckt werden, der Rest je zur Hälfte durch Fett und Eiweiss. Der Verzehr von fettarmen tierischen Produkten ist erlaubt, aber nur in mässigen Mengen. Mangelnde Ausgewogenheit der Ernährung ist hier die häufigste Kritik.

Grundsätzlich wirkt sich eine solche fettarme Kost, die viele hochwertige Kohlenhydrate und Ballaststoffe enthält, positiv auf den Fettstoffwechsel aus und beugt chronischen Erkrankungen vor.

Die in entsprechenden Diätkonzepten empfohlene Nährstoffzusammensetzung ist jedoch oft nicht praxisnah und darum nur schwer zu verwirklichen. Wer keine Nahrungsergänzungsmittel zuführt, riskiert eine Unterversorgung mit Vitaminen, essenziellen Fettsäuren, Jod und Calcium.

Ein bekannter Vertreter der Kohlenhydratdiäten, die Dr.-Haas-Diät, wurde speziell für Sportler entwickelt und sieht die zusätzliche Einnahme von Nährstoffpräparaten vor.

Bei der ganz ähnlichen Pritikin-Diät ist die tägliche Energieaufnahme mit zwischen 650 und 1000 Kalorien sehr niedrig, zudem sind Genussmittel wie Kaffee und Tee strikt verboten, was vielen Diätwilligen zusätzlich die Laune verdirbt.

Trennkost-Diäten

Alle Trennkostkonzepte basieren auf der Theorie von Dr. Howard Hay, nach der der menschliche Körper Eiweiss und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verdauen kann. Besonders gelte das für unnatürliche Nahrungsmittel, etwa Zucker, weisses Mehl und Brot.

Milch, so Dr. Hay, sei nur für Tiere geeignet und habe daher auf dem menschlichen Speiseplan nichts zu suchen. Stattdessen gibt es reichlich Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Fleisch, aber dafür keine oder nur ganz selten Wurst.

Auch aus heutiger wissenschaftlicher Sicht ist diese Ernährungsweise vernünftig – obwohl mittlerweile bewiesen ist, dass Eiweiss und Kohlenhydrate an getrennten Orten verstoffwechselt werden. Trennkost punktet durch reduzierten Fettkonsum und eine hohe Zufuhr von gesundem Obst und Gemüse.

Trennkost funktioniert, obwohl ihre theoretische Basis inzwischen widerlegt ist. Denn das sorgfältige Trennen von Eiweissen und Kohlenhydraten erfordert ein gewisses Hintergrundwissen über Nahrungsmittel und deren Zusammensetzung.

Es fördert somit eine bewusstere und massvollere Ernährung, auch durch die Notwendigkeit, einzelne Zutaten einzukaufen und die Mahlzeiten nach Plan und selber zuzubereiten.

Fazit

Die Beliebtheit einer Diät sagt wenig über ihre Wirksamkeit aus. Sinnvoll sind Diäten, die zu einer langfristigen Stoffwechselumstellung führen. Blitzdiäten führen dagegen meist zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt.

 

Oberstes Bild: © YanLev – shutterstock.com

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