6 einfache Tipps gegen Spliss und Haarbruch

27.03.2016 |  Von  |  Haarpflege
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6 einfache Tipps gegen Spliss und Haarbruch
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Splissige Enden, abgebrochene Haare und ein kraftloser, ausgedünnter Schopf – wenn es so weit ist, hilft nur noch die Schere. Binnen wenigen Minuten ist die mühsam herangezüchtete Mähne dann Geschichte. Doch gegen Spliss ist kein Kraut gewachsen; ist das Haar einmal beschädigt, kann es nicht mehr repariert werden. Mit ein paar Tricks sorgst Du aber dafür, dass es in Zukunft nicht mehr so weit kommt.

Richtiges Föhnen und Stylen, gute Pflege und eine ausgewogene Ernährung sorgen für kräftiges und gesundes Haar. Doch auch das richtige Haargummi und ein guter Schnitt können helfen, splissige Spitzen und gebrochene Haare zu vermeiden.

Drum prüfe, wer bindet: Haargummis


Auch bei einer Kleinigkeit wie dem Haargummi gibt es einiges zu beachten.

Auch bei einer Kleinigkeit wie dem Haargummi gibt es einiges zu beachten. (Bild: © Julia Kuznetsova – Shutterstock)


Die Bänder, mit denen wir uns den hippen Dutt oder einen frechen Pferdeschwanz binden, können dem Haar ganz schön zu schaffen machen. Schweissnähte, Metallverbindungen und harte Knoten reiben am Haar, rauen es auf und lassen es schliesslich brechen. Haargummis aus Silikon oder Naturkautschuk wie die von Blax sind nahtlos verarbeitet und bieten durch ihre glatte Oberfläche guten Halt, ohne zu reiben. Erhältlich sind bunte, transparente, braune und schwarze Varianten, die im Haar kaum sichtbar sind.

Auch klassische Haargummis mit einem Gummikern und einem gewebten Aussenteil gibt es ohne Metallclip, hier findet sich aber oft eine Schweissnaht, die ebenfalls an der Haaroberfläche reiben kann. Übrigens: Wer seine Frisuren abwechslungsreich gestaltet, sorgt dafür, dass die Haargummis immer wieder an anderen Stellen reiben; so bekommen strapazierte Partien Zeit, um sich zu erholen.

Cool bleiben: die richtige Föhntemperatur


Zu hohe Temperaturen beim Föhnen setzen den Haaren zu.

Zu hohe Temperaturen beim Föhnen setzen den Haaren zu. (Bild: © Alliance – Shutterstock)


Heisse, trockene Luft saugt den letzten Rest Feuchtigkeit aus dem Haar und hinterlässt es spröde, ausgetrocknet und brüchig. Zu heiss und auf zu kurze Distanz geföhnte Haare bekommen den typischen „Frizz“, das Haar sieht stumpf und aufgeraut aus. Für das tägliche Styling ist der Föhn mit einer niedrigen und mittleren Stufe sowie einer Kaltlufttaste ausgestattet. Heisser sollte es nur in Ausnahmefällen werden.

Wer es mal eilig hat, darf ruhig kurz die höchste Stufe wählen und die Haare mit ausreichend Abstand trocken pusten, dafür wurde die Taste erfunden. Tabu ist es jedoch, das Haar länger und auf kurze Distanz mit Heissluft zu bearbeiten oder gar minutenlang damit zu stylen.

Vorsicht mit heissen Eisen!


Heisse Glätteisen können den Haaren Schaden zufügen.

Heisse Glätteisen können den Haaren Schaden zufügen. (Bild: © Valua Vitaly – Shutterstock)


Glätteisen und Lockenstäbe gehören zu den effektivsten Stylingtools, sie verleihen der Frisur in wenigen Minuten glänzende Korkenzieherlocken, Wellen oder glätten das Haar effektiv. Doch auch sie machen es auf Dauer spröde und brüchig durch die hohen Temperaturen und den direkten Kontakt mit der Hitzequelle. Sprühe deshalb vor Anwendung der Stylingtools ein Hitzeschutzspray auf und wähle möglichst nur niedrige bis mittlere Temperaturstufen. Nur komplett trockenes Haar mit heissen Gerätschaften bearbeiten, denn Restfeuchte würde sich aufheizen und es im wahrsten Sinne des Wortes kochen. Besonders schonend sind Glätteisen und Lockenstäbe mit Teflon- oder Keramikbeschichtung, an denen die Haare vorbeigleiten, ohne aufgeraut zu werden.

Auf den Schnitt achten

Dass ein neuer Haarschnitt Spliss verursachen kann, klingt zunächst skurril, ist aber eine Tatsache. Bei manchen Schnitten stossen die Haarspitzen an die Kleidung oder den Körper oder werden ständig im Trageriemen der Handtasche eingeklemmt. Da ist Spliss vorprogrammiert. Stossen die Haarspitzen etwa auf die Schultern, entsteht typischer Spliss, werden sie eingeklemmt oder gerieben, brechen die Haare an der betreffenden Stelle ab. Wer sich lange Haare wünscht, sollte seinen Friseur also darum bitten, eine exakt schulterlange Gesamtlänge oder Stufen in diesem Bereich zu vermeiden.


Manche Frisuren begünstigen die Entstehung von Spliss.

Manche Frisuren begünstigen die Entstehung von Spliss. (Bild: © LuckyImages – Shutterstock)


Abwechslung bitte! Frisuren variieren

Wer die Haare jeden Morgen föhnt, immer wieder mit dem Lockenstab bearbeitet oder ständig den gleichen Pferdeschwanz trägt, stresst auf Dauer dieselben Haarpartien. Das sorgt für regelrechte Splissnester oder reihenweise abgebrochene Haare, beispielsweise am Hinterkopf durch Haargummis. Immer wieder neue Frisuren sorgen deshalb nicht nur für Spass beim Styling, sondern helfen auch, das Haar gesund zu erhalten.

Tipps für mehr Abwechslung im Frisurenalltag:

  • Stecke den Dutt statt mit einem Haargummi ab und zu mit Klammern oder Nadeln fest.
  • Variiere die Zopf- oder Duttposition, nach oben und unten oder auch seitlich.
  • Ein über Nacht geflochtener Zopf wellt das Haar genauso schön wie der Welleneinsatz des Glätteisens.
  • Mit grossen Wicklern ist es möglich, die Frisur ohne hohe Temperaturen zu glätten.
  • Halte die Haare mit einem Haarband aus dem Gesicht, statt sie mit einem Haargummi nach hinten zu binden.
  • Verschiedene Flechtfrisuren sehen romantisch oder leger aus und entlasten die durch den Pferdeschwanz strapazierte Partie der Haare am Hinterkopf.
  • Eng gebundene Haargummis knicken die Haare zwar ab, reiben aber weniger. Lose gebunden entsteht mehr Reibung zwischen Gummi und Haar, dafür wird kaum geknickt.

Haarpflege: Vorbeugen ist besser als heilen


Besser die Haare regelmässig pflegen, als nachher Reparaturversuche zu unternehmen.

Besser die Haare regelmässig pflegen, als nachher Reparaturversuche zu unternehmen. (Bild: © Piotr Marcinski – Shutterstock)


Bei brüchigem Haar können tägliche Wäschen strapaziös sein. Wähle dafür ein Shampoo mit milden Tensiden, das Haar und Kopfhaut nicht zu stark austrocknet. Haarspülungen verleihen dem Schopf Glanz und Geschmeidigkeit, beim Styling wird damit das Haar weniger aufgeraut. Wöchentliche Haarkuren geben dem Haar Feuchtigkeit zurück und ummanteln es mit einem schützenden Film aus pflegenden Stoffen.

Wichtig sind Produkte, die zu Deinem Haartyp passen und genau ausgleichen, was fehlt. Bei brüchigem Haar sind das nährende Pflegeprodukte mit Ölen und filmbildenden Inhaltsstoffen. Eine Ölkur mit Oliven- oder Kokosöl bringt neue Geschmeidigkeit. Wasche Deine Haare bei mittleren Temperaturen und spüle sie kalt aus, das lässt sie glatter und gesünder aussehen. Heisses Wasser dagegen trocknet zusätzlich aus. Gegen dünnes und kraftloses Haar können auf Dauer auch bestimmte Lebensmittel und Nahrungsergänzungen helfen.

Spliss und abgebrochene Haare sind ein Graus für alle, die sich langes, glänzendes und gesundes Haar wünschen. Viele der Strapazen, die das Haar schädigen, fügen wir ihm selbst zu. Wer beim Föhnen, Stylen, Pflegen und Waschen auf schonende Methoden achtet, kann splissige Enden und Haarbruch minimieren oder sogar verhindern.



 

Oberstes Bild: © Serg Zastavkin – Shutterstock

Über Maria Wildt

Maria Wildt ist Agraringenieurin und Beautybloggerin der ersten Stunde. Beauty, Lifestyle, Natur, Umwelt und Wissenschaften sind daher ihre liebsten Themen. Seit 2007 ist sie Bloggerin, seit 2013 freiberufliche Onlineredakteurin und Texterin.


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