100 Jahre Foundation: Interview mit Make-up Director P. Schmidinger

20.03.2016 |  Von  |  Make-Up
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100 Jahre Foundation: Interview mit Make-up Director P. Schmidinger
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Vor etwas mehr als hundert Jahren waren es Hollywoods Schönheiten, die erstmals mit Foundation geschminkt wurden.

Zu diesem wunderschönen Anlass holen wir uns die Meinung eines Experten ein – Peter Schmidinger, International Make-up Director bei BABOR Cosmetics. Unsere Fragen, seine Antworten.

Kürzlich hat die erste Foundation ihren 100. Geburtstag gefeiert. Wie gehen Sie persönlich heute vor, um einen perfekten Teint zu zaubern?

Peter Schmidinger: Mit einer speziellen Auftrage-Technik. Ich beginne erst mit der Foundation, die ich im Fünf-Punkte-System auftrage: Stirn – Nase – Wangen, links und rechts sowie Kinn. Danach benutze ich einen Aufheller im Mimikbereich, das heisst, unter den Augen bis hinein in die Schläfe – das liftet!

Ausserdem verwende ich den Aufheller unter der Nase bis an die Lippen heran. Also überall da, wo Mimik stattfindet. So entsteht ein lebendiger, ausgeglichener Teint, der dank der Abstimmung aus hellen und dunklen Nuancen nicht maskenhaft wirkt.

Welche Auftragstechnik bevorzugen Sie: Pinsel, Schwamm oder doch von Hand?

Peter Schmidinger: Das ist letztlich Geschmackssache. Ich verwende immer den Finger, denn so wirkt die Foundation besonders natürlich und verschmilzt mit der Haut. Ich trage sie von der Gesichtsmitte aus nach aussen hin auf. Toller Nebeneffekt: Weil ich so von der Mitte aus immer weniger Produkt verwende, entsteht garantiert kein Rand.



Welche Fehler geschehen beim Auftragen?

Peter Schmidinger: Viele verwenden einfach zu viel Foundation. Dabei gilt: Lieber weniger als zu viel. In der heutigen Zeit haben Foundations fantastische Rezepturen, die durch die hohen und guten Farbpigmente schnell abdecken und auch mindestens 12 Stunden Farbstabilität garantieren. Im Regelfall bedeutet das, eine perlengrosse Menge reicht fürs ganze Gesicht.

Wie finde ich die für mich richtige Foundation?

Peter Schmidinger: Eine Foundation sollte immer bei Tageslicht ausgewählt werden, weil Neonlicht den Farbton verändert. Um den richtigen Farbton zu treffen, sollte sie direkt im Gesicht aufgetragen werden, weil die Hautfarbe und -oberfläche an Arm, Hals oder Dekolleté meist eine andere ist als die Hautfarbe des Gesichtes.

Bei der Auswahl der Farbe kann daher eine qualifizierte Kosmetikerin am besten weiterhelfen, weil sie nicht nur den richtigen Farbton, sondern auch die geeignete Textur für jeden Hauttyp erkennen und das passende Produkt empfehlen kann. Denn es kommt nicht nur auf die Farbe an, sondern auch auf die Art der Foundation. Ölige Haut freut sich beispielsweise über eine Puder-Foundation, während sich bei Haut, die Feuchtigkeit braucht, eine Creme-Foundation bewährt hat.

 

Artikel von: beautypress.de
Artikelbild: © Valua Vitaly – Shutterstock.com

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