1-Tages-Diäten im Check, Teil 1: Prinzip und Kritik

29.08.2014 |  Von  |  Ernährung, Figur
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1-Tages-Diäten im Check, Teil 1: Prinzip und Kritik
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Vor der nächsten Verabredung oder dem Vorstellungsgespräch noch schnell ein paar überflüssige Pfunde verlieren – und das auch noch in möglichst kurzer Zeit; spezielle 1-Tages-Diäten versprechen hier effektive Hilfe.

Doch erzielen die unterschiedlichen Konzepte auch einen langfristigen Erfolg? Und wie gesund gestalten sich solche Kostformen? Ein Blick auf das Konzept der 1-Tages-Diäten ermöglicht einen ersten Überblick und eine gute Einschätzung, ob diese Kostform individuell zum Abnehmen geeignet ist.




Dieser Ratgeber besteht aus folgenden Teilen:

Teil 1: Prinzip und Kritik
Teil 2: Unterschiedliche Varianten
Teil 3: Spezielle Konzepte für jeden Anlass


1-Tages-Diäten: Prinzip



Bei einer Kostform, die als 1-Tages-Diät bezeichnet wird, handelt es sich zunächst um eine kurzfristig angelegte Sonderernährung, bei der die Anwender in kurzer Zeit möglichst viel Gewicht verlieren sollen. Zum Einsatz kommen unterschiedliche Varianten: Diäten, bei denen viel Obst und Gemüse verzehrt wird, ebenso wie eiweissreiche Kostformen oder eine Ernährung mit einem ausgesuchten Lebensmittel, zum Beispiel Reis. Die Mahlzeiten werden so zusammengesetzt, dass aufgrund der verwendeten Nahrungsmittel ein möglichst schneller und effektiver Abnehmerfolg gewährleistet wird. Dabei ist die Gesamtkilokalorienzahl insgesamt eher niedrig und beträgt je nach Kostform zwischen 900 und 1500. Häufig handelt es sich um eine eher einseitig angelegte Kostform, die wenig Spielraum für Variationen lässt und den Anwender zu einer korrekten Umsetzung auffordert.

Einsatzgebiete der 1-Tages-Diäten

Spezielle 1-Tages-Diäten werden vor allem in Situationen durchgeführt, in denen eine schnelle Gewichtsabnahme erwünscht ist, zum Beispiel vor einem wichtigen Termin oder einer Verabredung. Auch wenn sich der Abnehmerfolg auf maximal zwei Kilogramm beschränkt, fühlen sich Anwender nach einer derartigen Kurzkur häufig sehr viel leichter und entspannter. Darüber hinaus hat sich eine 1-Tages-Diät auch im Zusammenhang mit einer langfristigen Ernährungsumstellung als sinnvoll erwiesen; wer seinen Körper mit einer speziellen Kostform auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereitet, schafft zum einen Motivation und unterstreicht zum anderen den Entschluss, etwas zu ändern.

Nicht zuletzt werden ausgesuchte Kostformen, die im Rahmen der 1-Tages-Diäten zum Einsatz kommen, auch als Entlastungskuren genutzt, zum Beispiel als Vorbereitung für eine Fastenkur. Dann ist es besonders wichtig, den Darm etwas zu entlasten und auf die bevorstehende Darmreinigung vorzubereiten, welche jede Fastenkur einleitet.

Da es sich um eine kurzfristig angelegte Ernährungsumstellung handelt, ist nur ein geringer Gewichtsverlust zu erwarten. (Bild: BigLike Images / Shutterstock.com)

Da es sich um eine kurzfristig angelegte Ernährungsumstellung handelt, ist nur ein geringer Gewichtsverlust zu erwarten. (Bild: BigLike Images / Shutterstock.com)

Beschränkungen und Gefahren



Wer eine 1-Tages-Diät durchführen möchte, sollte sich über die Beschränkungen dieser Kostform im Klaren sein. Da es sich um eine kurzfristig angelegte Ernährungsumstellung handelt, ist nur ein geringer Gewichtsverlust zu erwarten; dabei handelt es sich darüber hinaus meist überwiegend um einen Flüssigkeitsverlust. Denn: Man spart an einem solchen Tag maximal 1500 Kilokalorien ein; um ein Kilo Fettgewebe abzubauen, ist jedoch ein Minus von etwa 5000 Kilokalorien notwendig. Um einen wirklich langfristigen Erfolg zu erzielen, ist es deshalb erforderlich, mehrere 1-Tages-Diäten hintereinander durchzuführen.

Aber: Gerade bei einseitig ausgerichteten Kostformen entsteht dann schnell die Gefahr einer Mangelversorgung mit wichtigen Nährstoffen. Es hat sich deshalb als sinnvoll erwiesen, die 1-Tages-Diät als vorbereitende Massnahme für eine langfristige Ernährungsumstellung zu verwenden – oder aber in Situationen einzusetzen, in denen trotz Diät das Gewicht stillsteht.

Zeitpunkt für die 1-Tages-Diät richtig wählen

Für grösstmöglichen Erfolg spielt auch der richtige Zeitpunkt einer 1-Tages-Diät eine wichtige Rolle. So ist für die Durchführung bestimmter Konzepte häufig eine gute Vorbereitung notwendig, da die Zubereitung der Mahlzeiten meist etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit erfordert als beim herkömmlichen Kochen. Aus diesem Grund hat es sich bewährt, die 1-Tages-Diät auf das Wochenende oder einen freien Tag zu legen; auf diese Weise bleibt ausreichend Zeit, um alle Vorkehrungen zu treffen, ohne dass diese in Stress ausarten. Ein guter Zeitpunkt ergibt sich beispielsweise auch nach Feiertagen wie Weihnachten oder Silvester: Meist werden diese Feste mit einem üppigen Mahl gefeiert, so dass dem Körper anschliessend eine Entlastung guttut. Wer eine Gewichtszunahme über die Feiertage vermeiden möchte, plant am besten je eine 1-Tages-Diät vor und nach den Schlemmereien ein; auf diese Weise kann man bereits eine präventive Wirkung erzielen und häufig zusätzlich das Hungergefühl senken.



Bewegung und Ernährung – starke Partner im Kampf gegen Übergewicht

Wer den Erfolg der 1-Tages-Diät maximieren möchte, sollte zusätzlich zu der speziellen Ernährung auch auf ausreichend Bewegung achten; vielleicht kann ein gezieltes Training dann auch eine optimale Vorbereitung und Motivation für ein langfristiges Sportprogramm sein. Besonders gut eignen sich in diesem Zusammenhang sanfte Ausdauersportarten, zum Beispiel Nordic Walking oder Schwimmen. In einigen Konzepten ist die Bewegung als fester Bestandteil ohnehin integriert. Aber Vorsicht: An diesem Tag sollte man sich keinesfalls überfordern oder überanstrengen, weil dann schnell die Lust auf weitere sportliche Betätigung sinkt.

Fazit
1-Tages-Diäten eignen sich vor allem zur Vorbereitung für langfristig angelegte Konzepte, die in Kombination mit Sport die besten Erfolge erzielen. Je nach Konzept sollte man jedoch unbedingt eine langfristig einseitige Kostform vermeiden.



 

Oberstes Bild: © Martinina – Shutterstock.com

Über Lara Marie Balzer

Lara Marie Balzer hat den Beruf der Pharmazeutisch-technischen Assistentin mit den Zusatzqualifikationen "Ernährungsberatung" und "Ganzheitliche Medizin/Naturheilkunde" erlernt und mit großer Freude mehrere Jahre in einer naturheilkundlich orientierten Apotheke gearbeitet, bevor sie ein Studium begann (Lehramt Chemie und Religion).


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